Verstärkung für die Eintracht-Abwehr

Perfekt: Raubein Franz wechselt nach Frankfurt

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Maik Franz

Frankfurt - (sp) Die Trainersuche von Eintracht Frankfurt steht unmittelbar vor dem Abschluss. Womöglich schon heute wird der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen den Namen des Funkel-Nachfolgers verkünden. Die Verhandlungen sind offenbar weit fortgeschritten, denn sonst hätte die Eintracht gestern nicht einen weiteren Neuzugang bekanntgegeben.

Bruchhagen hatte immer betont, „dass der neue Trainer in die Planungen eingebunden wird“.

Die Eintracht meldete gestern den Transfer von Maik Franz vom Karlsruher SC als perfekt. Der 27-Jährige soll der Eintracht-Abwehr, in der abgelaufenen Saison die drittschlechteste der Liga, mehr Stabilität verleihen. Franz hat einen Vierjahresvertrag unterschrieben, die Eintracht muss knapp 750000 Euro Ablöse an den Bundesliga-Absteiger überweisen.

Franz hat drei Jahre beim KSC gespielt, war zuletzt auch Kapitän. Insgesamt kann der 1,90 Meter große Profi, der aus der Jugend des 1. FC Magdeburg über Wolfsburg nach Karlsruhe gekommen war, auf 165 Bundesligaspiele zurückblicken, dabei hat er neun Tore geschossen. Der Abwehrspieler, der in der Liga gefürchtet ist für sein leidenschaftliches und manchmal überhartes Einsteigen, hält seinen neuen Arbeitgeber für eine attraktive Adresse im deutschen Fußball. „Die Eintracht ist ein Verein mit einer Riesentradition, und ich habe in Karlsruhe erlebt, wie schön es sein kann, wenn man für einen Traditionsverein spielt.“ Der ehemalige Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel hatte schon vor Wochen die Kontakte zu dem Raubein geknüpft. Sein Nachfolger kann nun von der Verpflichtung profitieren. Franz ist nach Torwart Ralf Fährmann (Schalke 04) und Sebastian Jung aus der eigenen Jugend der dritte Neuzugang der Eintracht.

Beim ersten Training wird es dann wohl auch gleich zu einem Friedensgespräch zwischen Kapitän Ioannis Amanatidis und dem Neuen kommen. Die beiden Spielführer waren in der Saison 2008/09 heftig aneinandergeraten und hatten sich auch verbal nichts geschenkt. Franz mache mit seiner Spielweise „den Fußball kaputt macht“, hatte Amanatidis gewettert. Franz hatte gekontert, die Frankfurter Spieler hätten keinen Grund „rumzuheulen“.

Quelle: op-online.de

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