Planungsphase bei der Eintracht abgeschlossen

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Heribert Bruchhagen und Michael Skibbe  haben die neue Saison fest im Blick.

Frankfurt - Die Strategen von der Frankfurter Eintracht haben das Gefühl, gut für die kommende Saison gerüstet zu sein. Nur noch einen Neuzugang könnte es geben - eventuell. Von Detlef Rehling, dpa

Mit den am Freitag offiziell präsentierten Neuzugängen Giorgios Tzavellas vom griechischen Erstligisten Panionios Athen und Sebastian Rode vom Erzrivalen Kickers Offenbach ist der Kader des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt für die Saison 2010/11 komplett.

„Damit sind die Planungen abgeschlossen“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Allerdings gilt dies mit einer Einschränkung: „Ein zentraler Angriffsspieler ist unser einziger Entscheidungsspielraum“. Trainer Michael Skibbe sieht den Kader gut aufgestellt. „Ich habe ein gutes Gefühl bei beiden neuen Spielern. Sie haben Potenzial und können sich weiterentwickeln.“ Besonders mit dem 19-jährigen Junioren-Nationalspieler Rode will die Eintracht das lokale Kolorit stärken. „Identifikationsfiguren tun uns gut“, meinte Bruchhagen. „Wir müssen verstärkt sehen, herausragende Talente in der Region zu halten“, erklärte Skibbe.

„Immer zur Eintracht geschielt.“

Auch Rode betonte die lokale Verbundenheit trotz fünf Jahren beim Erzrivalen in Offenbach. „Ich habe immer zur Eintracht herübergeschielt. Außerdem hatte ich ein sehr gutes Gespräch mit dem Trainer“, sagte Rode. In der abgelaufenen Drittliga-Saison war er wegen eines Kreuzbandrisses ein wenig in seiner Entwicklung zurückgeworfen worden. Nun will er in Frankfurt, wo Rode einen Vierjahresvertrag unterzeichnete, angreifen.

Der Grieche Tzavellas, der den zu Young Boys Bern abgewanderten Christoph Spycher auf der linken Außenbahn beerben soll, stand sogar kurz vor einer WM-Teilnahme. Erst am Dienstag wurde er von Trainer Otto Rehhagel aus dem endgültigen Kader der Griechen gestrichen. „Das ist nicht schön, aber so kann ich von Anfang an die Vorbereitung bei der Eintracht mitmachen“, meinte der 22-Jährige.

Skibbe sah die WM-Ausbootung des rund 1,2 Millionen Euro teuren Neuzugangs daher auch mit einem lachenden Auge. „Das erleichtert die Integration“, sagte Skibbe. Schnell wolle er die deutsche Sprache lernen, versprach Tzavellas via Dolmetscher. Trotzdem ist er froh, in Ioannis Amanatidis und Neuzugang Theofanis Gekas zwei Landsleute im Kader zu haben. Offen ist weiter der Verbleib von Halil Altintop. „Ich glaube, dass er bei uns bleibt“, meinte Bruchhagen und Skibbe schloss sich seinem Vorstandschef mit einem Kopfnicken an.

Angreifer unzufrieden mit Reservistenrolle

Eine „Deadline“ habe der Club dem von Schalke 04 bisher ausgeliehenen Stürmer nicht gesetzt. Diese offene Personalie sowie die ungewisse Leistungsfähigkeit des zweimal am Knie operierten Kapitäns Amanatidis lassen die Transferaktivitäten nicht komplett einschlafen.

Angeraten scheint Skibbe und Bruchhagen der Verbleib von Marcel Heller. Der Angreifer ist unzufrieden mit seiner Reservistenrolle. „Er will spielen, das verstehe ich. Aber es liegt an ihm. Wenn er immer so spielt wie beim Saisonabschluss gegen die Bayern und in Wolfsburg, dann bekommt er seine Chance“, erklärte der Eintracht- Trainer. Andere Profis haben dagegen keine guten Karten. Bruchhagen: „Wir werden sicher noch Spieler abgeben.“

dpa

Quelle: op-online.de

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