Poker um die Nummer 1

Zweikampf um einen freien Platz: Die Eintracht-Torhüter Markus Pröll (rechts) und Oka Nikolov. Foto: Hübner

Frankfurt - (sp) Im Vorfeld einer Saison kommt es schon mal vor, dass ein Trainer in der Bundesliga die Frage nach dem Stammtorwart aus Gründen der Motivation offen lässt. Dass ein Trainer während der laufenden Spielzeit die Torwartfrage für offen erklärt, ist dagegen ungewöhnlich.

Letzte Woche hatte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel noch gesagt, Markus Pröll sei zwar die Nummer 1, „aber ob er spielt, weiß ich nicht.“ Dann war Markus Pröll krank und Oka Nikolov hat in Bielefeld gespielt. Jetzt sagt Funkel, dass er vor dem Heimspiel am Samstag gegen Hoffenheim noch keine Entscheidung gefällt habe.

Gilt immer noch, dass Pröll die Nummer eins ist? Wenn ja, könnte er zwischen die Pfosten zurückkehren, denn beim ersten Training der Woche, am Mittwoch, war Pröll wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. Funkel hat aber auch gesagt, „dass ich einen guten Torwart nicht rausnehme.“ Also müsste Nikolov wieder spielen, der in Bielefeld gewohnt solide gehalten hatte. Funkel: „Was aufs Tor kam, musste er halten.“ Also keine Garantie für Nikolov.

Am Donnerstag oder Freitag werde er das Gespräch mit seinen Torhütern suchen, hat Funkel nun angekündigt. Mit der nächste Saison, so Funkel, habe die aktuelle Entscheidung „überhaupt nichts zu tun“. Nicht wenige glauben, dass der neu verpflichtete Schalker Ralf Fährmann als neue Nummer eins vorgesehen ist und die Eintracht deshalb ein Interesse daran habe, Markus Pröll abzugeben. Pröll allerdings hat im Gegensatz zu Nikolov noch einen Vertrag, der bis ins Jahr 2010 läuft. Ziemlich kompliziert also alles.

Quelle: op-online.de

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