Der Riesenspaß beschert Eintracht 500 000 Euro

Chris (links) und der zweifache Torschütze Liberopoulos hatten sichtlich ihren Spaß beim 6:4-Sieg der Eintracht gegen Alemannia Aachen.

Frankfurt - Acht Pflichtspiele ohne Niederlage, es ist eine beeindruckende Serie, die die Frankfurter Eintracht zum Start der Saison hingelegt hat. Das Pokal-Achtelfinale ist auch erreicht, 500 000 Euro Zusatzeinnahme damit gesichert. Von Josef Schmitt

Und dass mit BMW Frankfurt-Rhein-Main ein neuer Premium-Werbepartner vorgestellt werden konnte, passt ins erfreuliche Bild. Nach dem spektakulären 6:4 (3:1) im Pokal gegen Alemannia Aachen schmunzelte auch Trainer Michael Skibbe. Ihm hatte wie den 27 000 Zuschauern das Spiel „Riesenspaß“ gemacht, die Gegentore natürlich nicht. Doch Skibbe hatte schon gleich nach dem Abpfiff an das Bundesliga-Heimspiel am kommenden Samstag gegen den VfB Stuttgart gedacht. Und da war ihm ein 6:4 lieber als ein 6:1. „Jetzt habe ich viele Argumente, um mit den Spielern zu reden“, sagte der Eintracht-Trainer, „und sie werden ganz genau zuhören.“

Einigen Eintracht-Profis war der Schreck zwischenzeitlich in die Glieder gefahren. „So viele Gegentore in einem Heimspiel, das geht gar nicht“, sagte Marco Russ. Andere waren nach dem Spiel richtig sauer. Vor allem Kapitän Christoph Spycher. „Das muss uns eine Warnung sein“, sagte der Schweizer Nationalspieler, „es geht nun wirklich nicht, dass hier einige glauben, nur noch nach vorne rennen zu können. Da zerfällt die Mannschaft in Einzelteile.“

Mittelfeld hatte alle Vorsicht vergessen

Es war nicht die Abwehr der Eintracht, die gegen Aachen versagt hatte, es war vor allem das Mittelfeld, das jegliche Vorsicht nach der komfortablen 5:1-Führung über Bord geworfen hatte. „Die Konzentration ist abgesackt“, sagte Michael Skibbe. Chris wurde nach Vasoskis Verletzung in der Abwehr gebraucht, seinem Vertreter Zlatan Bajramovic unterliefen viele Fehler. Pirmin Schwegler verließen erstaunlicherweise die Kräfte, der diesmal starke Selim Teber (zwei Torvorlagen, ein Tor) konzentrierte sich vor allem aufs Offensivspiel. Und der Brasilianer Caio hatte nach der Pause mit Defensivarbeit sowieso nichts mehr zu tun.

Vor dem Heimspiel gegen den VfB haben die Frankfurter nun zum ersten Mal echte Personalprobleme. Ausgerechnet in der Innenverteidigung, die bisher so gut ausgestattet schien, klemmt es. Denn die Rippenverletzung von Aleksandar Vasoski hat sich als Bruch herausgestellt. Gegen den VfB kann der Mazedonier keinesfalls spielen, wie lange die Pause dauern wird, liegt nun daran, „wie sich die Schmerzen entwickeln“, sagt Mannschaftsarzt Dr. Christoph Seeger. Vasoskis logischer Vertreter in der Abwehrmitte wäre Maik Franz. Doch der ehemalige Karlsruher plagt sich mit einer Rippenprellung. Kann Franz nicht, würde Chris ins Abwehrzentrum rutschen.

Auch auf der rechten Seite der Viererkette gibt es eine Änderung. Denn Patrick Ochs ist noch ein Spiel gesperrt und Sebastian Jung ist bei der U20-Weltmeisterschaft. Als Alternative für Samstag nennt Skibbe Mehdi Mahdavikia. Bisher ist der iranische Nationalspieler in dieser Spielzeit noch nicht für eine einzige Minute eingesetzt worden.

Quelle: op-online.de

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