Rode ist längst unverzichtbar

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Sebastian Rode

Frankfurt (sp) - Er ist einer der jüngsten Spieler im Kader, aber bereits einer der wichtigsten: Sebastian Rode (21) ist die Lebensversicherung der Frankfurter Eintracht. Und das gleich im doppelten Sinne.

Auf dem Platz ist der U21-Nationalspieler, für den die Eintracht vor zwei Jahren 250 000 Euro an die Offenbacher Kickers überwiesen hat, seit Wochen der beste - weil konstanteste - Spieler. Gegen Cottbus bereitete er nun den Siegtreffer mit einem tollen Solo vor.

„Seppl muss ich jede Woche loben“, sagte Trainer Armin Veh, „er ist immer konzentriert und fleißig, er wird seinen Weg gehen.“ In Zusatzeinheiten habe Rode sich im vergangenen halben Jahr mehr Stabilität antrainiert. „Früher war er nach 70 Minuten platt, jetzt hält er 90 Minuten durch“, attestierte der Trainer, „das Tor hat er toll vorbereitet“. Rode blieb bescheiden. „Man lernt doch schon in der Jugend, dass man den Ball von der Grundlinie zurückpassen muss“, sagte er zu der Torvorbereitung, „und Jimmy weiß halt, wo er zu stehen hat.“ Hoffer hatte Rodes Pass mit dem Siegtreffer veredelt. Mit und wegen Rode kann die Eintracht den Aufstieg schaffen. Klappt es nicht, wird er aus einem anderem Grund wichtig für den Klub. Dann wäre er einer der wenigen Kandidaten, die die Eintracht teuer verkaufen könnte und müsste. So oder so, Rode ist ein Glücksfall für die Eintracht.

Glücklich war auch ein Rückkehrer

Cottbus-Trainer Rudi Bommer hatte Martin Fenin zwar noch nicht nominiert, aber ihn mit nach Frankfurt genommen. Schon vor dem Anpfiff wurde der einstige Eintracht-Profi, der bei einem Fenstersturz im September eine Gehirnblutung erlitten hatte und danach unter anderem wegen Alkoholproblemen in Behandlung war, vor dem Stadion auf einer Bühne gefeiert. Später sprach Fenin, der die Eintracht-Hymne laut mitsang, übers Stadionmikrofon zu den Fans. „Mein Herz schlägt immer noch hier, aber ich bin auch Energie dankbar für all die Hilfe, die mir zuteil geworden ist“, sagte er und versprach: „Wir spielen gegen alle Eintracht-Konkurrenten und werden Vollgas geben.“ Ähnlich äußerste sich Bommer. „Ab jetzt kann ich wieder der Eintracht die Daumen drücken.“ Seine Tochter Jennifer hatte auf der Tribüne mit der Eintracht gezittert.

Quelle: op-online.de

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