Schlechte Karten für Markus Pröll

Markus Pröll. Foto: OP

Frankfurt - (sp) Es ist ungewöhnlich, wie oft bei der Frankfurter Eintracht in den letzten Jahren der Stammtorhüter gewechselt werden musste. Fast regelmäßig haben sich wegen Verletzungen Markus Pröll und Oka Nikolov abgewechselt. Seit dem 0:0 bei Arminia Bielefeld scheint nun wieder der 34 Jahre alte Oka Nikolov die Nase vorn zu haben.

Nikolov hatte Pröll diesmal abgelöst, weil der sich seit Samstag mit einer Magen-Darm-Grippe geplagt hatte. Ob die Krankmeldung von Pröll einem Wechsel aus sportlichen Gründen zuvorgekommen ist, wollte Trainer Friedhelm Funkel nicht sagen. Gerüchte, Pröll habe eine Krankheit nur vorgetäuscht, entbehren allerdings jeder Grundlage. „Das ist absoluter Quatsch“, sagte Funkel, „Markus hatte es ziemlich böse erwischt, er war richtig krank.“ Der 29 Jahre alte Pröll wird erst heute wieder mit Lauftraining beginnen.

Die Torwart-Entscheidungen des Trainers beinhalten eine besondere Brisanz durch die vertraglichen Situationen. Der Vertrag von Markus Pröll ist bis ins Jahr 2010 datiert, genau wie der vom dritten Torhüter, Jan Zimmermann. Jener von Oka Nikolov läuft dagegen im Sommer aus. Und mit dem Schalker Ralf Fährmann hat die Eintracht für die neue Saison bereits einen weiteren Schlussmann unter Vertrag genommen. Sollte sich Funkel nun also für Nikolov entscheiden wäre dies ein eindeutiges Signal an Markus Pröll, der aber im Winter angekündigt hatte, den Konkurrenzkampf mit Fährmann, Nikolov und Zimmermann aufzunehmen.

Heribert Bruchhagen bestätigte gestern, „dass sie davon ausgehen können, dass Oka hier bleibt.“ In welcher Funktion wollte der Frankfurter Vorstandsvorsitzende nicht sagen. Zudem legte Bruchhagen Wert darauf, dass er Nikolov bisher keinen neuen Vertrag angeboten habe.

Quelle: op-online.de

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