Großes Eintracht-Talent muss um Platz auf der Bank kämpfen

Schwere Zeiten für Kittel

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Sonny Kittel kämpft um Platz auf der Bank.

Frankfurt (sp) - Im letzten Winter war er „für uns wie ein weiterer Zugang. “ Das hatte Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh über Sonny Kittel gesagt. Der 19 Jahre alte Juniorennationalspieler hatte sich von einem Kreuzbandriss erholt und drängte mit Macht in die Mannschaft.

In der Rückrunde hat Kittel elf Spiele bestritten, drei Tore erzielt. Nun ist Kittel kein Zugang mehr und andere Zugänge haben ihm im Kampf um die Stammplätze den Rang abgelaufen. Zumindest vorübergehend.

Beim 2:1 gegen Bayer Leverkusen hat er nicht einmal im Kader gestanden. Das war anderen genauso gegangen, Heiko Butscher, da er in der Vorwoche in Aue schlecht gespielt hatte, Rob Friend, weil er beim Trainer sowieso keine Rolle mehr spielt, Dorge Kouemaha, weil er noch keine Rolle spielt und Constant Djakpa, weil er gesperrt war. Doch Kittel ist nicht gesperrt und nicht ernsthaft verletzt, er hat fast die komplette Vorbereitung mitgemacht.

Zu viele Anwärter für eine Position

Ein Talent im Abseits? Nein, so sei das nicht, betont der Trainer. Vielmehr habe Kittel Probleme mit einer Innenbanddehnung im Knie. „Und da nehme ich doch lieber Spieler ins Aufgebot, die gesund sind“, sagt Veh.

Das ist der eine Grund für die jüngste Nichtberücksichtigung. Es gibt noch einen anderen: Sonny Kittel leidet unter der großen Konkurrenz. Ausgerechnet auf seinen Positionen, im rechten oder im linken Mittelfeld, hat die Eintracht sich in der Sommerpause mit Stefan Aigner und Takashi Inui gut verstärkt. Und auch an deren Vertretern ist aktuell kein Vorbeikommen. Rechts hat Karim Matmour die Nase vorn, links Benny Köhler.

Es ist es keine leichte Zeit für das große Talent. „Ich habe schon genug Zeit verloren. Mein Ziel ist es zu spielen“, hat er vor der Saison erklärt. Aktuell ist er weit davon entfernt. Kittel muss nicht um einen Stammplatz kämpfen, sondern um einen Platz auf der Bank.

Quelle: op-online.de

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