Sebastian Rode

Vom Talent zum prägenden Bundesligaspieler

Frankfurt - Sebastian Rode hat mit seinem Spiel einen guten Eindruck hinterlassen. Der Fußballprofi versucht jedoch auf dem Boden zu bleiben. „Ich weiß, wie schnell es im Fußball nach oben gehen kann - und nach unten", sagt er.

Sebastian Rode ist vom Talent zu einem prägenden Bundesligaspieler beim Rekord-Aufsteiger Eintracht Frankfurt gereift. Mit seinen beeindruckenden Auftritten in dieser Saison hat der 21-Jährige auch bei der Konkurrenz Begehrlichkeiten geweckt.

Die Zeiten, als Sebastian Rode mit seiner Freundin Johanna unerkannt durch Frankfurt schlendern konnte, sind vorbei. Mit seinen tollen Auftritten in dieser Saison ist der Mittelfeldabräumer der Eintracht zum Star beim Bundesliga-Rückkehrer avanciert. "Es ist anders als vor anderthalb Jahren. Jetzt werde ich erkannt", beschreibt Rode die für ihn ungewohnte Situation.

Von Vereinsfunktionären geschätzt und von Fans geliebt

Der 21-Jährige wird von den Vereinsfunktionären geschätzt und von den Fans geliebt. Club-Boss Heribert Bruchhagen adelte Rode bereits als besten Eintracht-Spieler der vergangenen zehn Jahre, und auch Trainer Armin Veh hält große Stücke auf den Blondschopf. "Er hat einen riesen Sprung gemacht gegenüber dem Vorjahr, obwohl er schon da gut gespielt hat", lobt Veh den U 21-Nationalspieler.

Im Sommer 2010 wechselte er zur Eintracht, wo er den nächsten Nackenschlag einstecken musste. Ein in der Vorbereitung erlittener Knorpelschaden legte ihn für weitere vier Monate lahm. "Damals hatte ich viele schlaflose Nächte", sagt Rode im Rückblick.

Rode trug maßgeblich zum Eintracht-Aufstieg bei

Unter Veh blühte Rode in der Vorsaison dann auf und trug maßgeblich zum Aufstieg der Frankfurter bei. Mittlerweile ist er aus dem Spiel des kecken Bundesliga-Rückkehrers nicht mehr wegzudenken. Die bärenstarken Auftritte des defensiven Mittelfeldspielers, der sich durch Spielverständnis und Offensivdrang auszeichnet, haben Begehrlichkeiten auch bei der Konkurrenz entwickelt.

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Eintracht lässt sich Zeit

Sportdirektor Bruno Hübner will den bis 2014 gültigen Vertrag mit Rode daher so schnell wie möglich verlängern. Doch die Gespräche sind ins Stocken geraten. "Für die Karriereplanung von Rode ist das eine entscheidende Phase. Da müssen wir von der Eintracht akzeptieren, dass er ein bisschen länger nachdenken will", sagte Hübner in einem Interview der "Frankfurter Rundschau" (Dienstag-Ausgabe).

Einen vorzeitigen Wechsel des Juwels, das nicht nur von Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler als kommender Nationalspieler angesehen wird, schloss Hübner aus: "Rode hat noch einen Zweijahresvertrag, und in diesen beiden Jahren werden wir ihn nicht abgeben. Da sind wir nicht kompromissbereit."

Was danach kommt, steht in den Sternen. Denn Rode, der schon im Alter von vier Jahren beim SKV Hähnlein mit dem Fußballspielen begann, hat große Ziele. Er will international spielen, "am liebsten Champions League". Das wird ihm die Eintracht nicht bieten können.

dpa

Quelle: op-online.de

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