Seit Jahren dasselbe Versäumnis

Ohne die verletzten Stürmer Ioannis Amanatidis und Martin Fenin gab es gegen Mönchengladbach kein Durchkommen.
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Ohne die verletzten Stürmer Ioannis Amanatidis (Foto) und Martin Fenin gab es gegen Mönchengladbach kein Durchkommen.

Frankfurt (sp) ‐ Es sei „schwierig“, ohne Stürmer Druck zu entwickeln, hat Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe gesagt und damit noch untertrieben. Es ist fast unmöglich.

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Ohne die verletzten Ioannis Amanatidis und Martin Fenin und den wegen eines Trauerfalls in die Heimat gereisten Nikos Liberopoulos gab es gegen Mönchengladbach kaum ein Durchkommen. Die wenigen Chancen wurden über Standardsituationen herausgearbeitet, so der Kopfball von Maik Franz, den Levels von der Linie schlug, oder der Kopfball von Alexander Meier, der vom Pfosten zurückprallte. „Mit Amanatidis oder Liberopoulos wäre vielleicht doch ein Tor gefallen“, meinte Skibbe. So aber reichte es nur zu einem Treffer per Handelfmeter von Pirmin Schwegler. Nächste Woche in Berlin soll wenigstens Liberopoulos wieder dabei sein.

Die Liste der Fehlgriffe ist lang

Das grundsätzliche Problem aber wird damit nicht gelöst. Seit Jahren haben es die Frankfurter versäumt, einen weiteren Klassestürmer zu verpflichten. Die Liste der Fehlgriffe ist lang, erinnert sei nur an Michael Thurk, an Evangelos Mantzios oder gar an Leonard Kweuke. Auch für diesen Winter gilt wieder die Vorgabe, „dass wir etwas tun wollen“ (Skibbe). Ein Stürmer muss her. „Für uns ist es ganz schwierig, einen Mann mit den Qualitäten von Amanatidis zu verpflichten“, weiß allerdings Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Auch diese Aussage wiederholt sich Jahr für Jahr. Es ist ein Kreislauf der Mittelmäßigkeit. Ohne Geld kein neuer Stürmer, ohne neuen Stürmer kein sportlicher Erfolg, ohne sportlichen Erfolg keine zusätzlichen Einnahmen.

Es ist kein Geheimnis, dass Trainer und Vorstandschef durchaus unterschiedlicher Meinung über die Vorgehensweise sind. Dass der Aufsichtsratsvorsitzende Herbert Becker nun Skibbe und Bruchhagen an einen Tisch holen will, wurde jedoch dementiert. „Das stimmt nicht“, sagte Becker am Rande des Gladbach-Spiels. Auch der Trainer weiß davon nichts. Die Differenzen seien längst ausgeräumt.

Quelle: op-online.de

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