Eintracht verliert vor Aufstiegsfeier gegen 1860 München

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Frankfurt - Eintracht Frankfurt kassierte ausgerechnet im letzten Heimspiel der Saison die erste Niederlage vor eigenem Publikum. Das Team von Armin Veh verlor gegen TSV 1860 München mit 0:2. Gefeiert wurde trotzdem.

Erst setzte es die erste Heim-Pleite der Saison, dann musste die Polizei mit Tränengas gegen die Fans vorgehen - am Ende herrschte bei der Aufstiegsparty von Eintracht Frankfurt aber doch noch ausgelassene und friedliche Jubelstimmung. Gemeinsam mit ihren Anhängern feierten die Eintracht-Profis nach dem 0:2 gegen 1860 München mit Humba-Gesängen die bereits am vergangenen Montag perfekt gemachte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga.

Sportdirektor Bruno Hübner ließ sich auf Schultern tragen, und auch Eintracht-Präsident Peter Fischer war mittendrin im Getümmel. „Wir haben die besten Fans der Welt“, meinte der verletzte Mittelfeldspieler Alexander Meier. Zuvor gab es jedoch auch unschöne Szenen.

Bilder zum Spiel Eintracht gegen 1860 München

Eintracht verliert Heimspiel gegen TSV 1860 München

Nach dem Abpfiff stürmten die Fans den Rasen und einige Hitzköpfe in Richtung des Münchner Fanblocks. Die Polizei musste Tränengas einsetzen, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Die Lage beruhigte sich jedoch schnell und die Feierlichkeiten konnten ihren Lauf nehmen. „Es war ein sehr langer und kräftezehrender Weg“, konsatierte Mitteldspieler Sebastian Rode.

Mit riesigen Bannern wie „Willkommen zu Hause in der 1. Liga“ oder „Nie mehr 2. Liga“ würdigten die Fans die Saisonleistung ihrer Lieblinge. Die hatten in den 90 Minuten vor der prächtigen Kulisse von 50 800 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena alles andere als eine erstligareife Vorstellung geboten und mussten die Tabellenführung wieder an die SpVgg Greuther Fürth abgeben.

Unrühmlicher Höhepunkt

Kevin Volland in der 17. Minute und Guillermo Vallori (21.) nutzten die Defensiv-Aussetzer der Hausherren zum verdienten „Löwen“-Sieg. Unrühmlicher Höhepunkt war die Rote Karte für Konstant Djakpa (65.), der gerade erst nach einer Sperre von drei Spielen ins Team zurückgekehrt war. „Damit hat er der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen“, kritisierte Trainer Armin Veh. „Ich lasse mir dadurch die Laune aber nicht verderben.“

Seit dem vergangenen Montag ist Veh nicht mehr aus dem Grinsen herausgekommen. „So viel wie in dieser Woche habe ich noch nie gelacht“, meinte der Coach und fügte mit Blick auf die dürftige Leistung seiner Schützlinge hinzu: „Das war vielleicht ein Fehler. Auf das letzte Saisonspiel beim Karlsruher SC werden wir uns definitiv besser vorbereiten.“ Der 51-Jährige gilt als Vater des Erfolgs und soll unbedingt gehalten werden.

„Wir wollen Armin Veh behalten“

„Wir wollen Armin Veh behalten. Unter ihm hat sich die Mannschaft weiterentwickelt. Er hat uns vorangebracht“, würdigte Vorstandschef Heribert Bruchhagen die Arbeit des Trainers. Der Eintracht-Boss muss nun die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu sein. „Die Wünsche des Trainers sind nachvollziehbar. Ob wir sie erfüllen können, werden wir in den Gremien besprechen“, erklärte Bruchhagen.

Quelle: op-online.de

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