Skibbe fordert noch einen Mittelfeldspieler

Hermagor/Österreich - (sp) Wie schwer ist der Brasilianer Chris wirklich verletzt? Diese Frage stellen sich die Veranwortlichen bei der Frankfurter Eintracht, nachdem der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler gestern nicht mit ins zweite Trainingslager nach Hermagor in Kärnten reisen konnte.

Chris plagt sich wieder einmal mit Rückenschmerzen, die von der Bandscheibe herrühren. „Allerdings nicht an der gleichen Stelle, wo er operiert worden ist“, sagt Mannschaftsarzt Dr. Christoph Seeger. Im Frühjahr 2006 hatte Chris eine Bandscheibenoperation über sich ergehen lassen müssen, die ihn damals zu einer mehr als halbjährigen Pause gezwungen hatte. Im vergangenen Jahr musste er wegen einer schweren Schulterverletzung monatelang pausieren. Und jetzt? „Ich hoffe, diese Geschichte entwickelt sich positiv“, sagt Trainer Michael Skibbe, „es gibt keinen Grund, schwarzzusehen.“ Chris wird in Frankfurt intensiv behandelt. Schon übers Wochenende hatte er Spritzen bekommen, die die Schmerzen gelindert haben. „Wenn es sich so weiterentwickelt, kann er vielleicht nächste Woche wieder langsam mit dem Training beginnen“, hofft der Frankfurter Mannschaftsarzt.

Trainer Michael Skibbe hat gleich nach der Ankunft in Kärnten, das die Eintracht mit großer Hitze und strahlenden Sonnenschein empfing, noch einmal wiederholt, wie wichtig es nun sei, dass der Verein auf dem Transfermarkt tätig wird. „Eintracht Frankfurt kommt nicht drumherum, einen defensiven Mittelfeldspieler zu verpflichten“, sagt Skibbe. Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der nicht mit ins Trainingslager gefahren ist, arbeite daran, diesen Wunsch, der inzwischen schon fast eine Forderung geworden ist, zu erfüllen.

Für Skibbe gab es gestern auch eine gute Nachricht. Die angebliche Knieverletzung von Kapitän Ioannis Amanatidis, die HR-Online und einige Nachrichtenagenturen gemeldet hatten, war eine freie Erfindung. Amanatidis pausiert lediglich wegen einer Verhärtung in der rechten Wade. Beim Testspiel heute Abend gegen den NK Osijek wird er allerdings erneut nur zuschauen. „Ich will es jetzt richtig ausheilen lassen“, sagt der Kapitän und hofft, am Samstag gegen Timisoara erstmals spielen zu können.

Quelle: op-online.de

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