Skibbe verlangt Veränderungen

Skibbe verlangt Veränderungen.
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Skibbe verlangt Veränderungen.

Frankfurt ‐ Michael Skibbe hat bei seiner öffentlichen Kritik an der Vereinspolitik von Eintracht Frankfurt nachgelegt. „Es reicht nicht, immer nur zu sagen, dass die anderen besser spielen oder bessere Möglichkeiten haben. Man muss auch etwas dagegen tun“, sagte der Trainer des Bundesliga-Elften in einem Interview mit der „FAZ“.

Ich bin gekommen, um einen Umschwung einzuleiten. Es reicht nicht, offensiveren Fußball oder mehr Punkte als in der vergangenen Saison zu versprechen. Da gehört ein bisschen mehr dazu“, sagte Skibbe. Er befürchtet, dass nach Hoffenheim und Wolfsburg noch andere Mannschaften „an uns vorbeischießen“. Skibbe nannte dabei Mönchengladbach und Köln, die ein Riesenpotenzial hätten. „Dann spielt die Eintracht nicht mehr um Platz zehn bis 14, sondern um Platz 14 bis 18.“ Der Anspruch dürfe es nicht sein, „immer um die 40 Punkte herum oder gegen den Abstieg zu spielen.“

Der Kader soll reduziert werden

Skibbe pocht auf eine Verkleinerung und gleichzeitig qualitative Aufwertung des 31-Mann-Kaders. 22 oder 23 Profis auf einem höheren Niveau, ergänzt mit jungen Spielern, wären ihm lieber. „Wir brauchen so oder so Veränderungen und die müssen gut und rechtzeitig vorbereitet werden.“ Durch die DFB-Pokalspiele gegen Aachen und Bayern München seien „sehr gute Einnahmen“ geflossen. Zudem muss sein Vorgänger Friedhelm Funkel durch sein Engagement bei Hertha BSC Berlin nicht mehr bezahlt werden.

Grundsätzlich traut Skibbe dem derzeitigen Kader zu, das Saisonziel von rund 45 Punkten zu erreichen. Man sehe aber halt auch: „Wenn Amanatidis, Chris und Ochs ausfallen, dann sind wir um 20 Prozent schlechter.“

Skibbe bleibt - vorerst

Skibbe hat zwar als Nachfolger von Funkel einen Vertrag bis 2011. In Frankfurt wird aber gemunkelt, dass das zweite Vertragsjahr an bestimmte Vorgaben gekoppelt ist. Auf die Frage, wie wahrscheinlich es sei, dass er den Verein vorzeitig verlasse sagte Skibbe: „Das kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen.“

Stürmer Ioannis Amanatidis sind unterdessen gestern bei einem operativen Eingriff in Augsburg instabile Teile des Knorpels im Knie entfernt worden. Dem griechischen Nationalspieler droht nun eine längere Pause. dpa

Quelle: op-online.de

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