„Solche Kampfsiege sind nötig“

Alexander Meier, Ioannis Amanatidis
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Alexander Meier (rechts) erzielte „mit der Sohle“ den Siegtreffer für die Eintracht. Ioannis Amanatidis (mitte) musste nicht mehr eingreifen.

Frankfurt - Fast auf den Tag genau ein halbes Jahr nach dem 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach (18. April) hat die Frankfurter Eintracht wieder ein Heimspiel in der Bundesliga gewonnen. Das 2:1 (1:0) gegen Hannover 96 war glücklich, aber verdient. Von Peppi Schmitt

Die Eintracht hat damit ihren neunten Platz in der Mitte der Liga gefestigt und den Abwärtstrend nach zuletzt zwei Niederlagen gestoppt. „Ich bin erleichtert, dass wir diese Punkte haben, solche Kampfsiege sind einfach nötig“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. „Es waren drei Punkte in einem wegweisenden Spiel“, sagte Kapitän Christoph Spycher. Und Trainer Michael Skibbe war einfach nur froh, „dass endlich dieser Heimsieg gelungen ist.“ Grundsätzlich sei der Heimvorteil nicht mehr so ausgeprägt wie noch vor einigen Jahren, hat der Frankfurter Trainer festgestellt.

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Skibbe hatte seinen Teil zum Erfolg beigetragen, weil er trotz der vielen Ausfälle eine überraschend offensive Aufstellung gewählt hatte. „Ich wollte ein Zeichen für die Mannschaft setzen, dass wir ohne Angst ins Spiel gehen können.“ Herausgekommen ist kein besonders attraktives Spiel, aber eine doch solide Leistung. Die 40 700 Zuschauer jedenfalls hatten nie den Glauben an ihre Mannschaft verloren. „Ich möchte mich bei den Fans bedanken“, honorierte Michael Skibbe dies, „sie haben ein feines Gespür dafür entwickelt, wann die Mannschaft sie gebraucht hat.“ Das war genau in den Minuten nach dem Ausgleich der Gäste in der 68. Minute. Jiri Stajner hatte getroffen, nachdem zuvor Nikos Liberopoulos die Eintracht in Führung gebracht hatte.

Zweiter Treffer sorgte für Erleichterung

Es war dieser zweite Frankfurter Treffer in der 74. Minute, als Alexander Meier „abstaubte“, der für die große Erleichterung sorgte und dem Trainer auch unangenehme Fragen ersparte. Denn dass der junge Sebstian Jung auf die Bank musste, genau wie Sturmführer Ioannis Amanatidis, hatte sich den Fans nicht gleich erschlossen. Skibbe begründete die Maßnahmen damit, dass mit Patrick Ochs und Christoph Spycher beide Außenverteidiger „nicht hundertprozentig fit“ gewesen seien. „Deshalb wollte ich Sebastian in der Hinterhand behalten und mit Ioannis nicht noch einen dritten nicht ganz gesunden Spieler bringen“, sagte Skibbe. Eine nachvollziehbare Erklärung, die mit dem Sieg und mit den Leistungen einzelner Spieler wie Zlatan Bajramovic, der sein bestes Spiel für die Eintracht zeigte, Markus Steinhöfer oder Nikos Liberopoulos auch von Erfolg gekrönt war.

Auch das Lob für die Defensivabteilung war angebracht, weniger, dass der Trainer sogar die beiden schwächsten Spieler, Caio und Martin Fenin mit einbezog. Caio habe „auf dem Weg nach vorne einige gute Aktionen gehabt“, sagte Skibbe und Fenin habe „gut nach hinten gearbeitet“. Was er nicht sagte: Caios läuferische Leistung war ebenso eine Zumutung wie seine teilweise grotesken Ballverluste. Und Fenin merkte man die lange Verletzungspause immer mehr an, je länger das Spiel dauerte.

Quelle: op-online.de

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