„Sonst gebe ich den Favoritenschild ab“

Frankfurt (sp) - Ist es schon ein Machtkampf oder sind es nur unterschiedliche Auffassungen? In jedem Fall gibt es in der Führung von Eintracht Frankfurt verschiedene Einschätzungen der sportlichen Situation und noch größere Differenzen bei den personellen Zukunftsplanungen.

Aufsichtsrat und Vorstand wollen weitere Spieler verkaufen, um die finanzielle Schieflage zu korrigieren. S portdirektor und Trainer sehen den sportlichen Erfolg als oberste Priorität und wollen weitere Spieler holen.

Einen Innenverteidiger sowie auf jeden Fall noch einen Stürmer brauche er, sagt Trainer Armin Veh. „Hinter den dreizehn, vierzehn Spielern, die gehobenen Zweitligaansprüchen genügen, haben wir nicht die Wahnsinnsqualität“, so der Coach. „Es dürfen keine Leistungsträger ausfallen, sonst gebe ich den Favoritenschild zurück.“

Was Veh damit sagen will, ist klar: Es darf kein weiterer Stammspieler verkauft werden. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass für Verteidiger Sebastian Jung (21) ein lukratives Angebot aus der Bundesliga vorliegt und nicht wenige im Klub der Meinung sind, wie bei Marco Russ sei auch in diesem Fall das Geld wichtiger als der Spieler. In der Öffentlichkeit wäre ein Verkauf von Jung aber ein fatales Signal, ist er doch neben dem verletzten Sonny Kittel der einzige Spieler der Stammelf aus der eigenen Jugend.

Und mit Veh wird das sowieso nicht zu machen sein. Nach zwei Monaten bei der Eintracht hat der 50 Jahre alte Trainer sich ein umfassendes Urteil über die einzelnen Spieler gebildet. Und dabei festgestellt, dass viele aus der zweiten Reihe gute Namen haben, aber schon lange keine guten Leistungen mehr gebracht haben.

Quelle: op-online.de

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