16 Spieler reichen Funkel

Frankfurt - (sp) Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) erlaubt jedem Bundesligaklub, pro Spiel 18 Namen auf den offiziellen Spielberichtsbogen zu schreiben. Die Frankfurter Eintracht wird am Sonntag bei Arminia Bielefeld zwei Zeilen auslassen.

Trainer Friedhelm Funkel hat nur noch 16 einsatzfähige Spieler, was die ganze Dramatik der Frankfurter Personalsituation deutlich macht. „Ich kann sowieso nur 14 Spieler einsetzen“, versucht der Eintracht-Trainer zu verharmlosen, „deshalb ist es nicht so schlimm.“ Funkel verzichtet auch auf die Möglichkeit, Spieler aus der U 23-Mannschaft nach oben zu holen, „weil ich auf der Bank für jeden Mannschaftsteil noch mindestens eine Option habe.“ Darunter sind allerdings mit Kreso Ljubicic (fünf Einsätze in dieser Saison) und Alexander Krük (bisher eine Minute) zwei Spieler, die über wenig oder keine Bundesligaerfahrung verfügen.

Der jüngste Ausfall ist Faton Toski, der an der Leiste operiert werden muss. Es wäre bereits die 16. Operation von Frankfurter Profis in dieser Saison. „Uns trifft es in dieser Spielzeit sehr, sehr intensiv“, sagt der Trainer, „aber wir beklagen uns nicht, wir nehmen es an und machen das beste draus.“ Die Spieler sehen das genauso. „Wir sind das schon gewohnt“, sagt der ehemalige Bielefelder Michael Fink, „da mache ich mir keine Sorgen.“

Mit Benjamin Köhler, Nikos Liberopoulos und Michael Fink droht drei Spielern bei der nächsten Gelben Karte eine Sperre. Wenigstens dem Griechen Liberopoulos kann diesmal nichts passieren, weil er wegen des Bruchs des kleines Zehs gar nicht erst mit nach Bielefeld fährt. Ebensowenig wie Mehdi Mahdavikia, dem der Trainer wegen eines Trauerfalls in der Familie bis zum Montag freigegeben hat.

Die meisten Möglichkeiten hat der Frankfurter Fußball-Lehrer noch bei der Zusammenstellung der Offensive. Zwar gibt es mit Leonard Kweuke nur noch einen echten Stürmer im Aufgebot, aber Funkel könnte mit den offensiven Mittelfeldspielern Alexander Meier, Benjamin Köhler und Ümit Korkmaz Lösungen finden. „Und dass meine Spieler leidenschaftlich kämpfen werden, weiß ich“, sagt Funkel.

Eintracht:Pröll - Ochs, Bellaid, Chris, Petkovic - Fink, Inamoto - Steinhöfer, Meier, Köhler - Kweuke - Bank: Nikolov - Krük, Ljubicic, Caio, Korkmaz

Quelle: op-online.de

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