Spielpraxis für die Reservisten

Frankfurt (sp) - Die wichtigste Anforderung hat das Testspiel der Frankfurter Eintracht gestern Nachmittag gegen Rot-Weiss Frankfurt erfüllt: Die Reservisten der Eintracht und jene, die mal Stammspieler waren und es wieder werden wollen, allen voran Mohamadou Idrissou, sammelten Spielpraxis.

6:0 (4:0) besiegten die Profis vor 300 Zuschauern den Nachbarn aus der Oberliga Hessen. Mit Ausnahme von Torwart Oka Nikolov, der sich ausruhen durfte, Alexander Meier, den eine harmlose Muskelverletzung plagt und Karim Matmour, der wegen einer Adduktorenzerrung eine Trainingspause einlegen muss, setzte Trainer Armin Veh gestern alle anderen Spieler ein.

Eintracht war durchweg überlegen

Natürlich war die Eintracht durchweg überlegen, doch mit dem Abschluss haperte es einige Male. Idrissou war dennoch zweimal erfolgreich, Pirmin Schwegler, Heiko Butscher, Ümit Korkmaz und Rob Friend erzielten die weiteren Treffer.

Ein sehr ordentliches Debüt im Eintracht-Trikot gelang Mohammed Abu. Der von Manchester City ausgeliehen Ghanaer war sehr präsent im Mittelfeld und stellte sein großes Talent unter Beweis. „Er hat eine gute Technik und ist sehr ballsicher“, lobte Trainer Veh.

Eintracht: Kessler - S.Jung (46.Bellaid/55.Soriano), Anderson (46.Amedick), Butscher (46.Schildenfeld), Djakpa (46.A.Jung) - Rode (46.Korkmaz), Schwegler (46.Lehmann), Kittel (46.Abu), Köhler (46.Caio) - Friend, Idrissou (70.Hoffer).- Tore: 1:0 Schwegler (2.), 2:0 Idrissou (13.), 3:0 Butscher (23.), 4:0 Idrissou (44.), 5:0 Korkmaz (77.), 6:0 Friend (83.)

Unterdessen geht der Streit mit Fortuna Düsseldorf weiter

Auch vier Wochen nach dem Skandalspiel in der 2. Liga (1:1), als den Frankfurtern in letzter Minute durch einen umstrittenen Elfmeter der Sieg genommen worden und in der Hektik Düsseldorfs Sascha Rösler vom Platz geflogen war, hat Manager Wolf Werner erneut nachgetreten. Veh habe Rösler „öffentlich in den Dreck getreten“, sagte Werner im Kölner „Express“, weil er ihn als „Rotzlöffel“ bezeichnet hatte. Aus Sicht des 69 Jahre alten Managers sei dies „unwürdig“ und der Bund Deutscher Fußball-Lehrer, der Zusammenschluss der deutschen Trainer, hätte einschreiten müssen. Veh war gestern wegen der Vorwürfe fassungslos. „Wolf Werner versucht erneut , einen Täter zum Opfer zu machen. Es ist einfach nur schlecht und schwach, was er da erzählt“, sagte er.

Die Bezeichnung „Rotzlöffel“ sei in Bayern, wo er groß geworden ist, eine umgangssprachliche Bezeichnung, „Und ich höre nichts dazu, dass Rösler mich als Hurensohn bezeichnet hat“, schimpft der Eintracht-Coach.

Quelle: op-online.de

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