Starke Rückkehr nach Denkpause

Rostock (sp) - Ironische Kommentare sind eine Spezialität von Armin Veh. „Manchmal hat auch ein Trainer mal einen guten Einfall“, hat der Fußball-Lehrer der Frankfurter Eintracht schon ein paar Mal in dieser Saison gesagt.

Vorm Spiel in Rostock hatte Veh wieder mal einen dieser überraschenden Einfälle. Nicht wie erwartet Heiko Butscher verteidigte in der Abwehrzentrale neben dem „gesetzten“ Bamba Anderson, auch nicht Martin Amedick, sondern Gordon Schildenfeld. Jener Spieler, dem Veh beim Heimspiel gegen Cottbus nach zuvor schwachen Leistungen noch eine als „Babypause“ benannte „Denkpause“ verordnet hatte.

Der kroatische Nationalspieler, für die Europameisterschaft gesetzt, saß in der vergangenen Woche auf der Tribüne, freute sich über den Sieg und hatte sich zuvor über eine gesundes Töchterchen gefreut. Schildenfeld schien für die nächsten Spiele außen vor. War er aber nicht. „Ist mir so eingefallen“, sagte Veh später.

Bilder vom Spiel Hansa Rostock gegen Eintracht Frankfurt

Eintracht deklassiert Hansa Rostock

Da war sie wieder die Ironie, wie der Trainer die sachliche Begründung nachlieferte. „Ich schaue mir das die ganze Woche über im Training und im Spiel an, dann entscheide ich“, sagte Veh. Ganz offenbar hat ihm Schildenfeld, der unter der Woche meist im B-Team gespielt hatte, besser gefallen als die beiden Winter-Neuzugänge, die abwechselnd im A-Team gestanden hatten. Zudem seien Anderson und Schildenfeld nach der gemeinsamen Vorrunde auch „eingespielt“. Vielleicht aber lag’s auch am Aberglauben und der Erinnerung. Er habe die „gleiche Mannschaft wie in Bochum“ spielen lassen, sagte Veh später. Da hatte die Eintracht am 14. Oktober eine ihrer besten Saisonleistungen gezeigt und 2:0 gewonnen.

In Rostock war die Leistung nicht ganz so gut, aber der Sieg mit 5:1 noch höher. Und Schildenfeld hatte eine Woche vor seinem 27. Geburtstag seinen Beitrag geleistet. Mit einem Kopfballtor in der 42. Minute, als er nach einer Ecke von Benny Köhler den Ball ganz weit ins lange Eck über den Scheitel hatte abrutschen lassen. Seine eigentliche Aufgabe, die Defensive, hat er diesmal auch ganz ordentlich erfüllt. Nicht fehlerfrei, aber insgesamt durchaus zuverlässig.

Quelle: op-online.de

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