Tzavellas fällt für Rest der Saison aus

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Georgios Tzavellas (rechts) ist für die Eintracht kaum zu ersetzen.

Frankfurt (sp) ‐ Viel schlimmer hätte es die Frankfurter Eintracht nicht erwischen können. Ausgerechnet Linksverteidiger Georgios Tzavellas wird in dieser Saison nicht mehr für die abstiegsgefährdeten Hessen spielen können.

Die Verletzung, die sich der griechische Nationalspieler beim Spiel gegen Werder Bremen im linken Knie zugezogen hat, wurde nach Untersuchungen in der BG-Unfallklinik gestern als „Teilriss des hinteren Kreuzbandes“ diagnostiziert. „Das ist ein absolut herber Verlust für uns“, sagt Trainer Christoph Daum.

Der 23 Jahre alte Tzavellas wird bei gutem Heilungsverlauf mindestens acht Wochen ausfallen. Derzeit besteht die Hoffnung, dass keine Operation nötig sein wird. Bringt die konservative Behandlung allerdings keine Fortschritte, müsste doch ein Eingriff erfolgen. Danach könnte der Spieler bis zu neun Monaten ausfallen.

Der Eintracht-Trainer muss also zumindest für den Rest dieser Spielzeit einen anderen linken Verteidiger finden. „Die Möglichkeiten sind begrenzt“, sagt Daum. Seit dem Wechsel von Nikola Petkovic nach Saudi Arabien hat die Eintracht außer Tzavellas keinen „gelernten“ linken Verteidiger mehr im Aufgebot.

Problem bei Standardsituationen

Benjamin Köhler ist der erste Anwärter auf Tzavellas' Posten, hat der Mittefeldspieler doch schon oft als linker Verteidiger ausgeholfen und wurde gegen Bremen auch für Tzavellas eingewechselt. Auch der gelernte Innenverteidiger Aleksandar Vasoski würde sich die Rolle als Außenverteidiger zutrauen. Im Training standen gestern zudem aus der U 21-Regionalligamannschaft Anthony Jung und Mounir Chaftar. „Sie sind bei uns dabei, damit wir im Fall der Fälle auf sie zurückgreifen können“, sagt Daum.

Mit Tzavellas wird auch der Spezialist für Standardsituationen fehlen. In einer nicht öffentlichen Übungseinheit hat sich der Trainer gestern Nachmittag auf die Suche nach einem neuen Freistoß- und Eckballschützen begeben.

Etwas besser sieht es auf der anderen Seite der Frankfurter Abwehrkette aus. Und dies im doppelten Sinne. Die Hoffnungen, dass Stammverteidiger Sebastian Jung spielen kann, sind gestiegen. Heute oder morgen soll Jung, der sich gegen Bremen eine Außenbandverletzung im Knie zugezogen hat, wieder mit der Mannschaft trainieren können.

Quelle: op-online.de

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