„Unglücksrabe“ Franz erzielt Siegtor

Kurz nach dem Siegtor der Eintracht: Maik Franz fällt vor dem Fanblock auf die Knie. Links: VfL-Torwart Philipp Heerwagen.
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Kurz nach dem Siegtor der Eintracht: Maik Franz fällt vor dem Fanblock auf die Knie. Links: VfL-Torwart Philipp Heerwagen.

Frankfurt ‐ Die Frankfurter Eintracht segelt in der Bundesliga in ruhigem Fahrwasser. Nach dem verdiente 2:1 (1:1)-Erfolg gegen den VfL Bochum haben die Frankfurter 16 Punkte auf dem Konto und liegen auf Rang neun der Tabelle. Von Peppi Schmitt

37 500 Zuschauer sahen eine hochüberlegene Eintracht, die den Gegner total im Griff hatte. Die Gäste kamen nicht zu einem einzigen eigenen Torschuss, der Treffer des VfL resultierte aus einem Eigentor des Frankfurters Maik Franz. Doch der Verteidiger machte seinen Fauxpas wieder wett und erzielte mit dem Kopf das Siegtor. Die 1:0-Führung der Eintracht hatte Caio mit einem Freistoß erzielt. „Ich bin mit der Reaktion, die meine Mannschaft nach dem unglaublich peinlichen Spiel gegen Bayern gezeigt hat, sehr zufrieden“, sagte Trainer Michael Skibbe, „wir haben uns einen ordentlichen Abstand nach unten erarbeitet.“

Skibbe hatte zwei Änderungen gegenüber dem Pokaldebakel gegen die Bayern vorgenommen. Für Zlatan Bajramovic und Markus Steinhöfer kamen Nikos Liberopoulos und Caio in die Mannschaft. Patrick Ochs spielte wieder im Mittelfeld, Chris in der Viererabwehrkette. Die Umstellungen lohnten sich.

Plötzlich kippte die Partie

In der 12. Minute köpfte Liberopoulos den Ball nach einem weiten Einwurf von Chris auf die Latte. Vier Minuten später brachte Caio die Eintracht verdient in Führung. Shinji Ono hatte Pirmin Schwegler gefoult - Freistoß. Der Brasilianer traf aus gut 25 Metern mit einem Kunstschuss unhaltbar für Torhüter Philipp Heerwagen ins Eck. In der 25. Minute kippte die Partie und keiner im Stadion konnte das wirklich glauben. Zunächst köpfte Liberopoulos den Ball an den Innenpfosten und im Gegenzug fiel der Ausgleich für die harmlosen Bochumer. Nach einer abgefälschten Flanke von Epallé lenkte Maik Franz den Ball ins eigene Tor. Der Unglücksrabe vom Mittwoch machte also genau dort weiter, wo er gegen die Bayern aufgehört hatte.

Franz wirft nichts um

Doch Franz zeigte, dass ihn so schnell nichts umwirft. In der 53. Minute traf er ins richtige Tor. Nach einer Ecke von Ochs hatte Chris den Ball mit dem Kopf verlängert. Franz drückte den Ball mit dem Kopf über die Linie - 2:1 für die Eintracht. Der Siegtreffer. Denn der VfL Bochum präsentierte sich unter dem neuen Trainer Heiko Herrlich wie ein Absteiger, ohne spielerische Klasse, ohne Idee im Spiel nach vorne, einfach langweilig. Frankfurts Torwart Oka Nikolov musste nur eine brenzlige Szene überstehen, als er mit Franz und Dedic zusammenprallte und minutenlang behandelt werden musste.

Die Eintracht brachte den Sieg sicher nach Hause, auch weil Bochums Japaner Ono das Kunststück fertigbrachte, innerhalb von 60 Sekunden für zwei dumme Fouls an Franz und Bajramovic zweimal gelb, also gelb-rot zu sehen. So spielten die Frankfurter in den letzten zehn Minuten in Überzahl.

Ich bin sehr, sehr froh über diesen Sieg“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht, Heribert Bruchhagen, „wir stehen vor schweren Wochen und da ist das Punktepolster sehr wichtig für uns.“

Quelle: op-online.de

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