„Er hat eine natürliche Autorität“

Vehs feines Gespür fürs Klima

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Armin Veh

Frankfurt (sp) - Armin Veh ist ein konsequenter Mann. Drumherumreden will der 51 Jahre alte Trainer der Frankfurter Eintracht nicht mehr, dafür sei er schon „zu lange im Geschäft.“

Veh war selbst Profi, er war als Trainer Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart, hat in der Bundesliga viele Erfahrungen gesammelt. „Ich weiß nicht immer, wie es geht“, erklärt er mit einem Schmunzeln, „aber ich weiß, wie es nicht geht.“

Bei der Eintracht verfolgt er seit seinem Amtsantritt vor mehr als einem Jahr eine klare Linie. Damit hat er den Klub zurück in die Eliteklasse geführt, jetzt will er die Eintracht in der Liga halten. Und die Mannschaft weiterentwickeln. Veh hat einen klaren spielerischen Plan und klare Vorstellungen von Mannschaftsführung. „Er strahlt eine natürliche Autorität aus“, lobt Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen.

Gespür entwickelt

Veh hat ein Gespür dafür entwickelt, was für eine Mannschaft gut und was schlecht ist. Einmal Probleme erkannt, handelt er konsequent. Beispiele dafür gibt es genug. So musste Theofanis Gekas im letzten Winter gehen, obwohl er bis dahin schon sieben Tore geschossen hatte. Auch mit Gekas’ Landsmann Georgios Tzavellas wollte der Frankfurter Coach nicht mehr arbeiten. Jüngstes Beispiel ist Mohamadou Idrissou. Der erfolgreiche Stürmer - immerhin vierzehn Treffer in der letzten Spielzeit - wurde an den 1. FC Kaiserslautern abgegeben. Der Trainer hatte befürchtet, dass der selbstbewusste Angreifer mit einer Reservistenrolle möglicherweise nicht würde umgehen können. So war es fürs innerbetriebliche Klima wahrscheinlich besser, dass Idrissou gegangen ist.

Es gibt aber auch die andere Seite bei Armin Veh. Constant Djakpa hat er „begnadigt“, obwohl er nach einigen Undiszipliniertheiten und zwei Sperren eigentlich nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wollte. „Er ist ein guter Junge“, sagt Veh.

Nicht nur Trainer, auch Mensch 

Das gleiche Lob hat er für Heiko Butscher übrig, der im Winter gekommen, aber nie zum absoluten Stammspieler geworden ist. „Heiko ist völlig klar im Kopf und charakterlich ein guter Typ“, sagt er, „deshalb ist er auch sehr anerkannt in der Mannschaft“.

Und schließlich hat Veh Überlegungen, einen Spieler wie Rob Friend womöglich zur U23 abzuschieben eine Absage erteilt. Da ist Veh nicht nur Trainer, sondern vor allem auch Mensch.

Quelle: op-online.de

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