Vehs Wechsel zeigen Wirkung

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Die Entscheidung: Eintracht-Stürmer Jimmy Hoffer (links) dreht nach seinem Tor gegen Cottbus jubelnd ab. Im Hintergrund feiert Alexander Meier mit.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt bleibt diese Saison im eigenen Stadion ungeschlagen, hat mit dem 1:0 (0:0) gegen Energie Cottbus Platz zwei in der 2. Bundesliga verteidigt und weiter gute Aufstiegschancen. Von Peppi Schmitt

Vor knapp 34.000 Zuschauern hatten sich die Gastgeber über weite Strecken gegen einen starken Gegner schwer getan, waren vor allem in der ersten Hälfte im Glück, weil Cottbus zwei gute Chancen vergab. „Solche schmutzigen Siege braucht man, um oben dabei zu bleiben“, gab Trainer Armin Veh nach dem Abpfiff zu.

Mit einer anderen Aufstellung, vor allem aber mit einer besseren Einstellung war es der Eintracht nach der Pause gelungen, die Partie doch noch erfolgreich zu beenden. „In der Halbzeit waren wir froh mit dem 0:0, auf Grund der zweiten Hälfte haben wir dann verdient gewonnen“, sagte Außenverteidiger Sebastian Jung.

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Mit Arbeitssieg bleibt Eintracht im Aufstiegsrennen

Die 2:4-Pleite in Paderborn hatte Spuren hinterlassen, die Ergebnisse der Konkurrenz, die am Freitag und Samstag alle deutlich gewonnen hatten, hatten den Druck auf die Eintracht noch erhöht. „Das kann man nicht abschütteln“, zeigte Veh Verständnis. Die Frankfurter kamen nicht ins Spiel - auch weil die Umstellungen, die der Trainer vorgenommen hatte und im Fall Karim Matmour (Adduktorenzerrung) kurz vor dem Anpfiff vornehmen musste, nicht griffen. Zwar machte Martin Amedick seine Sache im Abwehrzentrum ordentlich, doch diesmal patzte Heiko Butscher auf Außen mehrfach. „Es war schwer für alle“, sagte Jung, „wir haben einfach zu viele kleine Fehler gemacht.“ Gordon Schildenfeld hatte übrigens gar nicht im Kader gestanden. Nicht wegen seiner zuletzt schwachen Leistung, sondern weil er am Samstag Vater einer Tochter geworden war. „Da habe ich ihm freigegeben“, sagte Veh.

Rode gelang ein feines Solo

Der eine oder andere Frankfurter hatte sich aber auch auf dem Spielfeld freigenommen. Matthias Lehmann, kurzfristig für Matmour ins Team gerückt, gelang wenig, Butscher noch weniger. Und Rückkehrer Pirmin Schwegler fand nach langer Pause schwer ins Spiel. Da war es gut, dass Oka Nikolov bei zwei Chancen der Lausitzer gut reagierte. Veh zog in der Pause die richtigen Konsequenzen und brachte seine Elf mit zwei Wechseln zurück in die Erfolgsspur. Er brachte Djakpa für Amedick und Idrissou für Lehmann und änderte zudem das System. Die Eintracht spielte fortan im Mittelfeld mit „Raute“ und vorne mit zwei Spitzen. Auch die Überlegung, mit Butscher in der Innenverteidigung für eine bessere Spieleröffnung zu sorgen, ging auf. Die Eintracht spielte nun überlegen. Das Tor des Tages war dann in der 69. Minute ein „Sahnestück“. Rode gelang ein feines Solo mit genauem Rückpass auf Hoffer, der richtig stand und einschob. Als kurz darauf der Cottbuser Daniel Adlung mit Gelb-Rot vom Platz musste, war das Spiel gelaufen.

Nachher waren alle erleichtert. Die Zuschauer, die schon früh unruhig geworden waren und zur Pause gepfiffen hatten, und auch die Spieler, denen wie Alexander Meier („Egal wie, Hauptsache gewonnen“) die Anspannung anzumerken war. „Am Ende werden auch die Nerven entscheiden“, sagte Jung, „wichtig ist, dass wir unser Ziel nie aus den Augen verlieren“. Dahinter steckt die Vermutung, dass derjenige, der als Erster patzt, schnell raus sein kann aus dem Aufstiegsrennen.

Quelle: op-online.de

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