Verpflichtung scheitert an der Vertragslaufzeit

Frankfurt - (sp) Es war gegen 22.45 Uhr am Montagabend, als Heribert Bruchhagen die Verhandlungen zwischen Eintracht Frankfurt und dem Brasilianer Lincoln für gescheitert erklärte.

Jetzt ist Schluss“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht, „wir kommen nicht auf einen Nenner.“ Die Eintracht wollte den 30-jährigen Spielmacher verpflichten, aber nicht zu jedem Preis. Am Ende scheiterte alle an der Vertragslaufzeit. „Die Investition wäre bei einer Laufzeit von einem Jahr zu hoch gewesen“, so Bruchhagen.

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Die Eintracht wollte Lincoln länger binden, hatte deshalb neben einer Leihgebühr für das erste Jahr in Höhe von geschätzt 750.000 Euro auch eine Kaufoption mit Galatasaray Istanbul ausgehandelt. Doch der Spieler beharrte darauf, nur für ein Jahr zu unterschreiben. „Was nutzt uns eine Kaufoption, wenn wir dann keinen Vertrag mit dem Spieler haben“, sagt Bruchhagen. Die Eintracht war Lincoln, dem Wunschkandidaten von Trainer Michael Skibbe, weit entgegengekommen. Der Spieler selbst hatte sich bei seinem Gehalt bewegt, wäre mit zwei Millionen Euro brutto zufrieden gewesen, nachdem er zuletzt deutlich mehr verdient hatte. Aber eine langfristige Bindung lehnten Lincoln und seine Berater hartnäckig ab.

Bruchhagen hatte eine Verpflichtung von Lincoln schon zu Beginn der Überlegungen in der vergangenen Woche für gänzlich „unrealistisch“ gehalten. Doch dann hatten sich die Transferkonditionen bei Galatasaray Istanbul „schlagartig verändert“. Der türkische Spitzenklub wollte Lincoln unbedingt loswerden, ging mit seinen Forderungen deutlich nach unten. Von da an hätte die Frankfurter Eintracht „intensiv daran gearbeitet“, den Wechsel möglich zu machen. „Es war alles vorbereitet, um abzuschließen“, sagt Bruchhagen. Doch am Ende hat der Wille auf beiden Seiten nicht gereicht, um die finanziellen Differenzen zu überwinden.

Quelle: op-online.de

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