Vorübergehende Ausbootung vergessen

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Gordon Schildenfeld

Frankfurt (sp) - Die 2. Fußball-Liga biegt in die Zielgerade ein. Noch neun Spieltage stehen aus, mindestens fünf Mannschaften haben die Chance aufzusteigen.

In der Pole-Position steht aktuell die Spielvereinigung Greuther Fürth, verfolgt von Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf, die den Vorteil haben, noch ein Heimspiel mehr austragen zu dürfen. „Wir haben es in der eigenen Hand“, sagt Frankfurts Trainer Armin Veh vorsichtig.

Es ist also sicher nicht die Spannung, die der 51-Jährige in der 2. Liga vermisst. Vielmehr sind es die zerrissenen Spieltage, die ihm die Arbeit bei der Eintracht manchmal verleiden: „Freitag am frühen Abend, Samstag und Sonntag um die Mittagszeit, daran werde ich mich nie gewöhnen und will ich mich nicht gewöhnen.“

Einen vernünftigen Rhythmus

Auch die Tatsache, dass es für keinen Klub einen vernünftigen Rhythmus gibt, ist nicht hilfreich. Zwischen dem Spiel am Sonntag in Rostock und der Partie am Freitag gegen Dresden liegen gerade fünf Tage. Bis zum nächsten Spiel bei Union Berlin sind es zehn, dann nur vier bis zum Heimspiel gegen Bochum. Die Trainingssteuerung muss also stets neu überdacht werden. Dies führt in diesen Tagen dazu, dass das Programm radikal gedrosselt wird.

Veh muss derweil entscheiden, in welcher personellen Zusammensetzung er das Team gegen Dresden aufs Feld schickt. Festlegungen gibt es keine, zumal mit Karim Matmour ein Profi zurückkehrt, der immer für Tore gut ist. „Feste Regeln gibt es nicht, aber man muss berechenbar bleiben“, sagt Veh. Wer im Training Gas gibt, hat gute Chancen.

Trainer bereit, Fehler zu verzeihen

Dabei ist der Trainer auch bereit, Fehler zu verzeihen. Gordon Schildenfeld hat das gespürt, als er nach schwachen Leistungen und öffentlicher Kritik gegen Cottbus erst auf die Tribüne geschickt wurde, in Rostock aber wieder auflief.. Da sei „Psychologie“ im Spiel gewesen, sagt Veh: „Das sind Entscheidungen, die manchmal aufgehen, manchmal nicht.“ Bei Schildenfeld hat’s funktioniert. Der lange Kroate hat über seine vorübergehende Ausbootung nicht lange nachgedacht. In Paderborn habe er wirklich schlecht gespielt, die Niederlage sei aber nicht seine Schuld gewesen. „Ich weiß, was ich kann“, sagt er selbstbewusst, „mit der Konkurrenz kann ich umgehen“.

Sein Selbstvertrauen schöpft er auch aus seiner gesicherten Rolle bei der kroatischen Nationalmannschaft. Kommt keine Verletzung dazwischen, wird Schildenfeld der einzige Frankfurter sein, der an der Europameisterschaft im Sommer teilnimmt.

Quelle: op-online.de

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