SV Wehen siegt 2:0 im Geheimspiel

Wehen (sp) „Frühstücksfußball“ auf dem Hallberg: Die Frankfurter Eintracht war gestern Vormittag zu einem kurzfristig vereinbarten und vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenen Freundschaftsspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden nach Taunusstein-Wehen gefahren.

Die Eintracht verlor gegen den Tabellenletzten der Zweiten Liga 0:2 (0:1). Friedhelm Funkel waren Resultat und Leistung egal. „Zu diesem Spiel gibt es nichts zu sagen, es war unwichtig“, sagte der Trainer, der die Partie wie viele der Spieler nur als bessere Bewegungstherapie ansah.

Der ehemalige Eintrachtler Sascha Amstätter hatte Wehen in der 32. Minute in Führung gebracht, Aykut Öztürk in der 58.Minute auf 2:0 erhöht. Die einzige Chance für die Eintracht, die ohne Chris, Korkmaz und Fenin angetreten war und keinen einzigen Stürmer im Aufgebot hatte, vergab Caio, als er völlig freistehend einen Kopfball nicht im Tor unterbringen konnte.

Zum ersten Mal seit dem 1. November, damals bei Borussia Mönchengladbach, hat Christoph Spycher drei Tage vor seinem 31. Geburtstag wieder gespielt. 45 Minuten hat der Schweizer Nationalspieler nach seiner schweren Knieoperation, als ein Knorpelschaden behoben wurde, wieder auf dem Platz gestanden. „Ich bin glücklich“, sagte Spycher, „ich hatte keine Probleme mit dem Knie.“

„Das ist ein gutes Gefühl“, sagte der neue Trainer des SVWW Sandro Schwarz nach dem 2:0 gegen die Eintracht. Man dürfe den Erfolg sicher nicht überbewerten, aber nach acht Niederlagen in der Zweiten Liga in Folge sei ein Erfolgserlebnis sehr wichtig.

Große Freude herrschte dennoch nicht bei den Taunussteinern. Die Veröffentlichung der kompletten Gehaltsliste in einer Zeitung hat für mächtig Ärger gesorgt. „Das ist eine Katastrophe“, sagte Sandro Schwarz. Besonders sauer waren die Spieler, dass zwei Profis herausgehoben wurden, weil ihre Namen als einzige nicht geschwärzt worden waren. So weiß nun jeder, dass Orahovac mit einem Grundgehalt von 17 000 Euro der teuerste Spieler ist und Diakité 8 000 Euro im Monat verdient.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare