„Weltklasse“ und etwas Glück

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Sein erster Streich: Matmour (rechts) erzielt das 1:0.

Frankfurt (sp) - Unter der Woche hatte Armin Veh seinen Mittelfeldspieler Karim Matmour beim Training zur Seite genommen. „Mit deinen Fähigkeiten musst du mindestens zehn Tore in dieser Saison schießen“, hatte der Trainer der Frankfurter Eintracht gesagt.

Und Matmour hat aufs Wort gehört. Gegen den FSV Frankfurt hat er seinen drei „Joker“-Toren aus der Vorrunde drei weitere hinzugefügt - drei „Abstauber“, hellwach vorm gegnerischen Tor. Zudem hat Matmour das 4:0 von Sonny Kittel vorbereitet. „Er arbeitet im Training, ist fleißig im Spiel“, lobt Veh, „dafür ist er heute belohnt worden.“ Alexander Meier nannte Matmours Leistung im Derby sogar „Weltklasse“.

Auch wenn dieser Begriff in Zusammenhang mit einem völlig überforderten Gegner vielleicht ein wenig übertrieben ist, war Matmour in jedem Fall der „Mann des Tages“. Aus dem Einwechselspieler im alten Jahr, ist eine Stammkraft im neuen Jahr geworden. Seit die Eintracht wieder mit zwei „Sechsern“ und drei offensiven Mittelfeldspielern antritt, ist der 26 Jahre alte Matmour als eine Art Rechtsaußen gesetzt. „Joker war ich in der Hinrunde, jetzt gefällt’s mit besser“, sagte er trocken, „drei Tore tun jedem Fußballer gut.“ Mit bisher sechs Treffern ist er auf dem besten Weg, die Vorgabe des Trainers zu erfüllen.

Bilder vom Stadtderby

Torgala beim Stadtderby

Bei aller spielerischen Klasse hatte der algerische Nationalspieler auch eine Portion Glück an diesem für ihn denkwürdigen Nachmittag („Drei Tore habe ich im Profifußball noch nie gemacht“). Denn nach einer frühen Gelben Karte, als er übermotiviert das Bein gegen FSV-Torwart Patric Klandt hatte stehen lassen, hätte er sich über eine weitere Gelbe Karte, also „Gelb-Rot“, 20 Minuten vor dem Ende nicht beschweren dürfen. Mit dem Oberarm hatte er im Laufduell FSV-Kapitän Samil Cinaz im Gesicht getroffen. „Das war keine Absicht, ich habe ihn nicht gesehen“, sagte Matmour. Cinaz hat das durchaus anders bewertet. Aber FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark hat weiterlaufen lassen.

Quelle: op-online.de

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