„Wer so tüchtig ist, wird belohnt“

Frankfurt (sp) Die Frankfurter Eintracht geht morgen voller Optimismus in das erste von fünf „Endspielen“ um den Klassenerhalt in Hoffenheim. „Meine Mannschaft zeigt im Training eine tolle Einstellung“, lobt Christoph Daum .

In Anbetracht des schweren Restprogramms mit den Spielen gegen die Spitzenteams aus Dortmund, München und Mainz ist es wohl auch die letzte Chance der Eintracht, noch zu einem einigermaßen beruhigenden Vorsprung zu kommen. Obwohl die Eintracht in der Bundesliga noch nie gegen Hoffenheim gewann, sieht auch Trainer Christoph Daum gute Chancen. „Meine Mannschaft zeigt im Training eine tolle Einstellung“, sagt er, „wer so tüchtig ist, wird belohnt werden, davon bin ich überzeugt.“ Sein Optimismus gründe sich nicht auf „Zauberei“, sondern auf „knallharter Arbeit“.

Der Druck auf die Spieler sei in den letzten Wochen der Saison enorm, der Druck auf ihn persönlich auch. Er habe sich „sehr gefreut“ über die herzliche Aufnahme in Frankfurt, sagt der 57- Jährige, „ich spüre, dass die Menschen große Hoffnungen in mich setzen.“ Die Erwartungshaltung sei groß, er könne im Gegenzug versprechen, „alles zu tun für diesen Klub.“ Dies gelte auch für die Spieler, die er in den drei Wochen seiner Amtszeit als „sehr lernwillig und charakterstark“ kennengelernt habe.

„Wir werden trotzdem nicht jammern“

Die größten Sorgen bereiten Daum die Verletzungen vieler Spieler, vor allem der Ausfall von Linksverteidiger Georgios Tzavellas. „Es ist bedauerlich, dass einer unserer Spieler nach einem Foul eines Bremer Spielers lange ausfällt“, spielt er auf die Bremer Vorwürfe gegen Eintracht-Spieler Franz an, „aber wir werden trotzdem nicht jammern.“ Tzavellas hatte sich einen Kreuzband-anriss zugezogen und ist inzwischen zu weiteren Behandlungen in seine griechische Heimat geflogen. Für ihn wird Benjamin Köhler spielen.

Seit gestern hat Daum aber wenigstens eine Sorge weniger. Sebastian Jung, seit dem Bremen-Spiel mit einer Außenbandverletzung im Knie außer Gefecht, machte das volle Trainingsprogramm ohne Probleme mit. Jung kann also spielen und mit Patrick Ochs kehrt sein gewohnter Partner nach überstandener Gelbsperre zurück. Damit steht Daums Mannschaft, mit einer Ausnahme: Nach wie vor ist fraglich, ob Theofanis Gekas eingesetzt werden kann. Eintrachts Torjäger hat muskuläre Probleme im rechten Oberschenkel. Eine kernspintomografische Untersuchung in der BG-Unfallklinik hat am Mittwoch aber keinen ernsthaften Befund ergeben. Vermutlich handelt es sich um eine Muskelverhärtung, hervorgerufen durch die Belastungen beim Training. Einen weiteren Test wird es heute Nachmittag beim Abschlusstraining geben. Bei Gekas, der 16 der 29 Eintracht-Tore in dieser Saison erzielt hat, wird der Trainer notfalls mit einer Entscheidung bis kurz vor Spielbeginn abwarten.

Kann Gekas nicht spielen, steht Martin Fenin bereit. Der Tscheche, Schütze des 1:1 gegen Bremen, untermauerte unter der Woche mit guten Trainingsleistungen seine persönlichen Ansprüche. „Am Anfang war er übermotiviert und hat einen Möbelwagen nicht getroffen“, sagt Daum, „aber zuletzt hat er zu seiner Form gefunden.“ Das Tor gegen Bremen habe bei Fenin eine „Explosion“ ausgelöst.

Quelle: op-online.de

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