„Wir müssen unser Spiel durchdrücken“

Eintracht-Zugang Matthias Lehmann hat 166 Spiele in der 2. Liga absolviert

Frankfurt (sp) - Das letzte Heimspiel hat die Eintracht am 19. März gewonnen, damals 2:1 gegen den Mitabsteiger FC St. Pauli. Das könnte für das erste Heimspiel der neuen Saison ein gutes Omen sein, geht es doch wieder gegen den FC St. Pauli, wenn auch eine Klasse tiefer.

Im Trikot der Frankfurter stehen mit Torwart Thomas Kessler und Mittelfeldspieler Matthias Lehmann zwei Profis, die beim letzten Aufeinandertreffen noch auf der anderen Seite gespielt haben. Lehmann ist ein echter Spezialist für die Zweite Liga, insgesamt hat er für Alemannia Aachen, St.Pauli und 1860 München schon 166. Mal im Unterhaus gespielt. „Die Zweite Liga ist für ihre Härte bekannt, da gibt es auf die Socken“, sagt er, „das muss man in die Köpfe bekommen und es muss auch klar sein, dass man nicht nur einsteckt, sondern auch austeilt.“

Vor allem aber müsse die Eintracht ihre spielerische Klasse durchsetzen. Dazu brauche es großen Willen und Mut zum Risiko, „weil du sonst nicht in die spielentscheidenden Szenen vorm Tor kommst.“ Natürlich könne der Schuss auch mal nach hinten losgehen. „Wir werden sicher auch mal bestraft, wenn wir mutig spielen“, sagt der 28 Jahre alte Lehmann, „aber grundsätzlich müssen wir unser Spiel durchdrücken.“ Das gilt natürlich auch fürs Heimspiel gegen St.Pauli. „Das wird eine heiße Kiste“, sagt Lehmann.

Ganz besonders auch für Torwart Kessler. Nach dem Abstieg mit dem „Kiezklub“ sei klar gewesen, „dass ich nicht dort bleibe und auch nicht nach Köln zurückkehre“. Das Angebot von der Eintracht kam da genau zum richtigen Zeitpunkt. Für ein Jahr haben die Frankfurter den 25 Jahre alten Keeper ausgeliehen vom 1. FC Köln, für die Zeit danach eine Kaufoption vereinbart. „Gefühlt habe ich einen Dreijahresvertrag unterschrieben.“

Bangen muss die Eintracht um die angeschlagenen Alex Meier (Wadenzerrung) und Erwin Hoffer (Fußprellung). Beide haben gestern am Training in der Arena nicht teilgenommen. „Alex geht es besser, da haben wir Hoffnung“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner, „bei Erwin bin ich sicher, dass er spielt.“ Nicht überrascht war Hübner, dass sich der Nigerianer Rabio Afolabi nicht für die Eintracht, sondern für die Glasgow Rangers entschieden hat. „Er war nicht unsere Nummer eins und finanziell waren wir auch weit auseinander“, sagt der Sportchef.

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