Mit viel Selbstvertrauen gegen den BVB 

„Wir sind zu allem fähig“

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Drei gegen Einen: Erwin Hoffer (in Weiß) von der Frankfurter Eintracht setzt sich gegen die Nürnberger Timm Klose, Timmy Simons und Per Nilsson durch. Hoffer erzielte beim 2:1-Sieg der Frankfurter das Tor zum 1:0.

Frankfurt (sp) - Noch nie ist ein Bundesliga-Aufsteiger mit vier Siegen in die Saison gestartet. Noch nie zuvor hat die Frankfurter Eintracht zum Start vier Spiele gewonnen. Nur Bayern München hat wie die Hessen zwölf Punkte auf dem Konto.

Und nun erwarten die Frankfurter morgen Abend (20 Uhr) Borussia Dortmund: Der Meister kommt mit fünf Punkten Rückstand. Und darf sich auf „einen heißen Tanz“ freuen, wie Eintracht-Mittelfeldspieler Sebastian Rode ankündigt, „wir sind im Moment zu allem fähig. “ Vor allem zu gutem Fußball, denn in allen vier Spielen konnte die Eintracht spielerisch überzeugen, auch beim 2:1 am Freitag beim 1.  FC Nürnberg.

„Brutale Rückschläge“

Es war das bisher schwierigste Spiel für die neue Eintracht, denn sie musste früh „brutale Rückschläge“ hinnehmen, wie Sportdirektor Bruno Hübner feststellte. Kapitän Pirmin Schwegler musste nach einem Zusammenprall, bei dem er sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte, früh ausgewechselt werden. Mit elf Stichen konnte die Wunde genäht werden. Kurz nach Schwegler musste Olivier Occean mit einer Oberschenkelzerrung vom Feld. Schwegler soll gegen Dortmund dabeisein, Occean wird zuschauen müssen.

Fotos vom Sieg in Nürnberg

Eintracht Frankfurt gewinnt gegen Nürnberg

„Wir haben die Ausfälle glänzend weggesteckt“, sagte Trainer Armin Veh. Die eingewechselten Erwin Hoffer und Martin Lanig machten ihre Sache gut (siehe unten stehender Bericht). Trotz der Herausforderung gegen Dortmund will Veh an seinem System festhalten. Die Eintracht wird der Borussia offensiv gegenübertreten, was bei Gegnern wie Marco Reus, Mario Götze oder Robert Lewandowski viel Mut erfordert. Davon hat die Eintracht zur Zeit genug. „Wir sind so gut drauf, dass wir auch gegen Dortmund auf drei Punkte spielen“, sagt Rode. Das Selbstvertrauen der Frankfurter ist mit jedem Erfolg gewachsen. Das sieht auch Sebastian Jung so: „Ich hoffe, dass wir unsere Leistung wieder abrufen können, dann haben wir eine realistische Chance die Borussia zu schlagen“. Solche Überlegungen wären vor ein paar Wochen noch undenkbar gewesen. Erinnert sei an das 0:3 im Pokalspiel in Aue. Danach ist die Eintracht gekommen, mit Macht, mit Spaß, mit spielerischer Leichtigkeit. Dies hat sich auch in Nürnberg durchgesetzt. „Die Eintracht war das eine Tor besser“, sagte Club-Trainer Dieter Hecking, der sich nach Abpfiff ein kleines Scharmützel mit Hübner geliefert hatte. „Längst ausgeräumt“, sagen beide.

Inui neuer Kagawa?

Wer oder was also hat für den Unterschied gesorgt? Das nötige Glück darf nicht unerwähnt bleiben, als der Schiedsrichter Carlos Zambrano in der 19. Minute nicht mit Gelb-Rot vom Platz schickte. Oder als Polter in der 90. Minute aus kurzer Distanz den Ausgleich vergab. Vor allem aber war es die Leistung. Torwart Kevin Trapp hielt fehlerlos, die Abwehr stand sicher. Und da war noch Takashi Inui. Das 2:0 war noch schöner als sein Tor eine Woche zuvor gegen den HSV. Inui spielt fast schon so gut wie Shinji Kagawa, der in den vergangenen Jahren Dortmund seinen Stempel aufgedrückte. „Kagawa war richtig gut“, sagt Inui, „alle Japaner eifern ihm nach.“ Morgen will er zeigen, dass der „neue Kagawa“ bei der Eintracht spielt.

Quelle: op-online.de

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