„Es wird schwierig, rauszukommen“

Frankfurt ‐ Willkommen im Abstiegskampf, Eintracht Frankfurt! Mit dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen, der vierten Niederlage im fünften Spiel, hat für die Frankfurter der Kampf um die sportliche Existenz begonnen. Von Peppi Schmitt

Die Spieler ahnen, was auf sie kommt. „Angst hat man immer, wenn man hinten drin steht“, sagte Unglücksrabe Patrick Ochs, der den Elfmeter in letzter Minute verschuldet und dafür auch noch vom Platz geflogen war. „Es war alleine meine Schuld, dass wir verloren haben. Ich muss mich bei der Mannschaft und den Fans entschuldigen“, sagte Ochs.

„Wir sind zwar restlos bedient nach der zweiten Niederlage in letzter Minute“, sagte Trainer Michael Skibbe, „aber wir werden aufstehen.“ Schon am Samstag beim Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg soll die Wende kommen.

Nichts gesehen, nichts gepfiffen

Zu einem großen Ärgernis für die Eintracht entwickeln sich die Schiedsricher-Leistungen in dieser Saison. So klar das Foul von Patrick Ochs zum entscheidenden Elfmeter war, so klar hatte ein paar Minuten zuvor der Leverkusener Tranquillo Barnetta eine Tätlichkeit im Strafraum an Maik Franz begangen. Schiedsrichter Peter Sippel hatte nichts gesehen, nichts gepfiffen. Es war schon die dritte krasse Fehlentscheidung gegen die Eintracht im fünften Spiel.

Fast schon dramatisch für die Eintracht ist auch, dass vermeintliche Abstiegskandidaten wie Hannover 96, der 1.FC Kaiserslautern, der FC St.Pauli oder der SC Freiburg, von Mainz 05 gar nicht zu reden, schon viele Punkte gesammelt haben. Und Vereine wie Schalke, Stuttgart oder Bremen, die mit der Eintracht hinten drin stehen, gemeinhin so viel Substanz zugestanden wird, dass sie die hinteren Plätze auf kurz oder lang verlassen werden.

„Wer jetzt nicht weiß, wie schwierig es sein wird, hinten rauszukommen, der hat keine Ahnung“, sieht Ochs schwere Zeiten auf die Eintracht zukommen. Nur mit einem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg kann die Eintracht die größten Ängste beseitigen.

Quelle: op-online.de

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