Transfer steht kurz bevor

Gegen Deutschland nicht gut genug! Jetzt flüchtet Englands EM-Flop aus der Bundesliga

Jadon Sancho kam im EM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland nicht zum Einsatz.
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Jadon Sancho kam im EM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland nicht zum Einsatz.

Im EM-Klassiker zwischen Deutschland und England war Jadon Sancho nur Ersatz. Jetzt wechselt der BVB-Star offenbar zu Manchester United.

Dortmund/London - Den historischen Sieg von England gegen Deutschland bei der Europameisterschaft* musste Jadon Sancho* wie immer bei diesem Turnier von der Bank aus verfolgen. Die Künste des Offensivdribblers sind bei Trainer Gareth Southgate offensichtlich nicht gefragt. Nur im letzten Gruppenspiel beim 1:0 gegen Tschechien reichte es für einen Kurzeinsatz, als Sancho für die letzten sechs Minuten ran durfte. Während es für den BVB-Star bei der EM* überhaupt nicht läuft, wird ihm nun offenbar sein Wechselwunsch erfüllt.

Englands EM-Flop Sancho: Gegen Deutschland nicht gut genug - Wechsel zu Manchester United

Sanchos Transfer von Borussia Dortmund* zu Manchester United* ist nach Informationen von Bild und Sport Bild perfekt. Demnach zahlt der englische Rekordmeister 85 Millionen Euro für den Flügelstürmer an Borussia Dortmund, mit Bonuszahlungen soll die Ablöse in den nächsten Jahren auf bis zu 95 Millionen Euro ansteigen. Lediglich die Unterschriften fehlen noch, um den Wechsel offiziell zu machen. Das könnte am Donnerstag der Fall sein, hieß es.

Der englische Nationalspieler erhält dem Bericht zufolge einen Fünfjahresvertrag bis Sommer 2026. Mit United soll sich Sancho schon länger einig gewesen sein, die Klubs pokerten seit Wochen um die Ablöse. Die Hoffnung, dass Sancho seinen Wert während der EM noch mal steigern könnte, erfüllte sich nicht. Der gebürtige Londoner, der 2017 für etwa 7,5 Millionen Euro von Manchester City nach Dortmund wechselte, hatte noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 in Dortmund. Auch der FC Bayern soll zwischenzeitlich an Sancho interessiert* gewesen sein.

Der Transfer des 21-Jährigen wäre damit einer der teuersten in der Bundesliga-Geschichte. Die 100-Millionen-Grenze knackten nur der Franzose Ousmane Dembele, der 2017 für 105 Millionen Euro (plus Boni bis 42 Millionen) vom BVB zum FC Barcelona wechselte, sowie Kai Havertz. Der Nationalspieler wurde im vergangenen Sommer für 100 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea transferiert.

BVB: Sancho verabschiedet sich mit Titel - England-Transfer wegen EM-Frust?

Sancho verabschiedet sich somit mit einem langersehnten Titel aus Dortmund. Im Mai feierte der BVB den Sieg im DFB-Pokal. Und Sancho hatte als Torschützenkönig großen Anteil daran. Mit sechs Toren und fünf Vorlagen war er in allen sechs Partien mindestens an einem Treffer beteiligt. Das Finale gegen RB Leipzig (4:1) entschied Sancho mit zwei Toren und einem Assist quasi im Alleingang. Auch in der Bundesliga (20 Scorerpunkte in 26 Spielen) und der Champions League (fünf Torbeteiligungen in sechs Partien) lieferte er ab.

Starke Werte, die trotzdem nicht für einen Stammplatz für England* bei der EM reichen. Ein großes Argument für einen Wechsel ist wohl Gareth Southgate. Englands Teammanager hat keine gute Meinung von der Bundesliga. Die Spitzenvereine Bayern München, Dortmund oder RB Leipzig seien zwar sehr stark, doch dahinter gebe es einen deutlichen Leistungsabfall. In der Premier League sei das Niveau durchschnittlich einfach höher, betonte Southgate und legte Sancho bereits mehrfach öffentlich einen Wechsel auf die Insel nah. Dort könnte sich der 21-Jährige erneut beweisen und noch weiterentwickeln. Dem Ratschlag seines Nationaltrainers scheint Sancho nun zu folgen.

Nach seiner Einwechslung im EM-Spiel gegen Tschechien hoffte Sancho auf weitere Chancen. „Hoffentlich bekomme ich noch weitere Minuten und Gelegenheiten, um allen zu zeigen, was ich kann“, sagte Sancho. Im Achtelfinale gegen Deutschland wurde er erneut enttäuscht, zur Halbzeit mischte sich sogar BVB-Kollege Erling Haaland ein und forderte eine Einwechslung seines Kumpels. Davon bekam Southgate wohl nichts mit. Vielleicht schlägt Sanchos große Stunde aber schon am Samstag im Viertelfinale gegen die Ukraine. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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