Champions League

Dank Kimmich: Bayern mit Arbeitssieg bei Lokomotive Moskau

Hart umkämpft
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Moskau, hier Daniil Kulikov (l) mit Bayerns Corentin Tolisso, erwies sich als unangenehmer Gegner. Foto: Maxim Shemetov/Reuters Pool/dpa
Abgefangen
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Bayern-Keeper Manuel Neuer (l) hatte reichlich zu tun. Foto: Maxim Shemetov/Reuters Pool/dpa
Bayern-Führung
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Leon Goretzka (r) köpfte Bayern früh in Moskau in Führung. Foto: Maxim Shemetov/Reuters Pool/dpa
Ausgleich
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Anton Mirantschuk (M) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gastgeber. Foto: Maxim Shipenkov/Pool EPA/dpa

Zwei Spiele, sechs Punkte - Titelverteidiger FC Bayern ist in der Champions League auf Achtelfinalkurs. Lokomotive Moskau hätte die Münchner Siegesserie in Europa jedoch beinahe gestoppt.

Moskau (dpa) - Nach dem Arbeitssieg hatten es Matchwinner Joshua Kimmich und seine Münchner Triple-Kollegen eilig.

Am Flughafen wartete bereits der Sonderflieger, der den Tross des FC Bayern mit drei weiteren Champions-League-Punkten im Gepäck noch in der Nacht aus Russland zurück nach München bringen sollte. Der Bayern-Express war zuvor bei Lokomotive Moskau zu einem 2:1 (1:0) getuckert.

«Die Mannschaft hat 2020 herausragende Leistungen gebracht. Heute war es mal ein Arbeitssieg. Es zeigt aber die Moral der Mannschaft, dass sie trotzdem noch die Qualität hatte, das 2:1 zu machen», sagte Trainer Hansi Flick in der Pressekonferenz.

Die Gewinner-Qualität verkörperte am Dienstagabend wieder mal Juniorchef Kimmich. Der Nationalspieler sorgte mit einem technisch anspruchsvollen Volleyschuss für das Siegtor in der 79. Minute und stellte für den Titelverteidiger die Weichen Richtung Achtelfinale. «Es war ein Arbeitssieg. Wir nehmen den so mit, auch wenn wir wissen, dass wir nicht brilliert haben», sagte Kimmich bei DAZN.

Vor 8196 Zuschauern, die trotz hoher Corona-Zahlen in Moskau in der RŽD-Arena dabei sein durften, schien die Münchner Siegesserie in Europas Königsklasse beinahe zu reißen. Beim 13. Erfolg nacheinander traf Nationalspieler Leon Goretzka in der 13. Minute mit dem Kopf.

Doch die lautstark unterstützten Gastgeber belohnten sich für ihre Gegenwehr und einen hohen läuferischen und kämpferischen Aufwand mit dem Ausgleichstor von Anton Mirantschuk (70.). «Immer kann man das nicht verteidigen», sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer nachsichtig. Seine Vorderleute leisteten sich einige Nachlässigkeiten. Moskau konnte diese aber nur einmal bestrafen und verpasste so nach dem 2:2 im Auftaktspiel bei Red Bull Salzburg den zweiten Punktgewinn.

«Der Sieg war verdient, auch wenn er nicht ganz so klar war, wie wir uns das vorgenommen hatten», meinte Flick. Auch für Kapitän Neuer zählte aber vor allem das Resultat. «Wir sind zufrieden. Wir mussten viel tun für die drei Punkte», resümierte der 34-Jährige.

Flick setzte wieder auf jene Elf, die zum Auftakt beim 4:0 gegen Atlético Madrid aufgetrumpft hatte. Thomas Müller wich wieder auf den rechten Flügel aus. Und der Franzose Corentin Tolisso agierte dafür zentral im offensiven Mittelfeld. Der Weltmeister, der 2017 für die damalige Münchner Rekordablöse von 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon gekommen war, wird zunehmend wertvoll für den Triple-Champion.

Tolisso bewegte gerade in der ersten Hälfte viel und öffnete das Spiel mit guten Diagonalbällen - wie beim 1:0. Er schlug den Ball aus dem Zentrum auf den rechten Flügel. Benjamin Pavard flankte volley in den Strafraum, wo Goretzka den Ball ins kurze Eck köpfte.

Eine Kopie dieses Spielzugs hätte fast das 2:0 eingebracht. Aber die komplett französische Variante über Tolisso und Pavard endete mit einem Pfostenschuss von Kingsley Coman (25.). Die Bayern-Abwehr ließ dem Gegner oft zu viel Raum. Fedor Smolow hatte schon in der dritten Minute eine Großchance, köpfte den Ball aber Neuer in die Arme.

Bei der ersten von vier Auswärtspartien nacheinander behielt Flick auch die Belastungsverteilung im Blick. Der 55-Jährige brachte zur Pause den aus der Corona-Isolation zurückgekehrten Serge Gnabry sowie Javi Martínez für Thomas Müller und Torschütze Goretzka.

Die Bayern ließen diesmal die Effektivität im Abschluss vermissen. «Wir müssen das Spiel früher entscheiden», haderte Kimmich. Er selbst vergab aus kurzer Entfernung auf Vorarbeit von Gnabry (56.). «Das war schon peinlich, dass ich den nicht gemacht habe», meinte der spätere Matchwinner. Coman zielte nach Doppelpass mit Kimmich etwas zu hoch (69.). Das rächte sich: Angreifer Zé Luis bediente nach einem Flankenlauf Mirantschuk, der im Zentrum Neuer überwinden konnte.

Es sprach aber für die Bayern, dass sie zurückschlagen konnten. Ein Zuspiel von Martínez nahm Kimmich im Zentrum an, drehte sich und traf aus 20 Metern wunderbar flach und präzise in die lange Ecke.

© dpa-infocom, dpa:201027-99-105213/6

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