DFB-Team im EM-Trainingslager in Seefeld

Hummels platzt in DFB-PK, um Müller abzuholen - Volland freut sich über Jancker-Lob

Thomas Müller wurde auf der DFB-PK von Mats Hummels überrascht.
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Thomas Müller wurde auf der DFB-PK von Mats Hummels überrascht.

Das DFB-Team bereitet sich in Seefeld in Tirol auf die EM vor. Auf der Pressekonferenz am Sonntag dieses Mal mit dabei: Kevin Volland und Thomas Müller. Die PK im Ticker zum Nachlesen.

  • Die Fußball-EM findet zwischen dem 11. Juni und 11. Juli fast in ganz Europa statt.
  • Das DFB-Team bereitet sich seit dem 28. Mai auf das paneuropäische Turnier in Seefeld in Tirol vor.
  • Auf der Pressekonferenz am Sonntag waren Thomas Müller und Kevin Volland zu Gast. Die PK im Ticker zum Nachlesen.

Update vom 30. Mai, 13.25 Uhr: Die PK ist beendet. Als Thomas Müller die Fragen der Journalisten über seine Rückkehr ins DFB-Team schon beantwortet hatte, kam plötzlich der andere Rückkehrer Mats Hummels aufs Podium. Er flüsterte Müller ein paar Sätze ins Ohr und wollte ihn wohl für das anstehende Training abholen. Danach sprach Kevin Volland über seinen Erfolg in Monaco, eine mögliche Karriere als Eishockey-Profi und ein dickes Lob von seinem früheren Vorbild Carsten Jancker.

Kevin Volland über...

...seine persönlichen Hoffnungen für die EM: „Sich da festzulegen, wäre der falsche Ansatz. Kovac hat allen Nationalspielern viel Erfolg gewünscht. Wir wollen besser als Frankreich abschneiden, das wäre mir persönlich sehr wichtig. Ich habe kein Torziel, das wäre komplett der falsche Ansatz.“

...eine mögliche Eishockey-Karriere: „Ich verfolge die Eishockey-WM, ich war schon talentiert. Ob es bis dahin gereicht hätte, weiß ich aber nicht. Da gehört auch Disziplin und Glück dazu. Die Körperlichkeit mit meinem dicken Hintern hätte ich mitgebracht.“

...seine guten Trainingsleistungen: „Die Einheit gestern war wirklich intensiv, wir haben alle einen guten Eindruck gemacht. Ich fühle mich sehr fit, obwohl wir harte Wochen hinter uns hatten.“

...das Lob von Carsten Jancker: „Das ist eine große Ehre, ich habe ihn in der Jugend verfolgt. Ich weiß nicht, ob ich einzigartig bin. Durch meinen Körper habe ich vielleicht einen Vorteil.“

...seinen Wechsel nach Monaco: „Durch einen Auslandswechsel reift man menschlich und sportlich. Es war der richtige Schritt. Monaco hat mich überzeugt. Wichtig ist, dass es sportlich gut läuft, das hatte niemand erwartet. Dann kann man das Leben dort auch genießen, das Gesamtpaket passt.“

...sich selbst als Stürmertyp: „Ich habe in Monaco viel in den Halbräumen gespielt, das war eine neue Erfahrung und ich habe mich weiterentwickelt. Ich bin durchsetzungsstark und habe Zug zum Tor. Ich bin eine Mischung aus Stoßstürmer und falscher Neun.“

...seine Einsatzmöglichkeiten: Der Erfolg steht über allem. Ich will alles reinhauen im Training. Wenn man dann Einsätze bekommt, freut man sich und versucht zu helfen. Wenn nicht, bleibt man trotzdem positiv. Die Gespräche mit Jogi Löw waren sehr angenehm. Er hat mich gefragt, ob ich Bock auf die EM habe und ich habe natürlich ‚Ja‘ gesagt.“

...seine Zusammenarbeit mit Kovac: „Er ist sehr kommunikativ, menschlich ein sehr angenehmer Typ. Wenn man ins Ausland wechselt, ist es nicht einfach. Ich konnte ihn alles fragen. Das Verhältnis ist besonders.“

...seine Zeit in Monaco: „Wir haben ein super Jahr in Monaco gespielt und haben unter Niko Kovac sehr gut gearbeitet. Ich habe mich auch physisch nochmal verbessert. Wir haben von dem Erfolg mit dem Klub profitiert. Die Nominierung ist eine Belohnung.“

...die ersten Tage bei seiner Rückkehr zum DFB: „Ich war überrascht, als der Anruf von Jogi Löw kam, habe mich sehr gefreut. Wir haben einen geilen Kader, verstehen uns sehr gut. Ich bin froh, wieder dabei zu sein.“

Plötzlich kommt Mats Hummels, der morgen auf der PK zu Gast ist, um Müller abzuholen. Dann ist auch schon Kevin Volland an der Reihe.

Thomas Müller über...

...Belgien, dass seit zwei Jahren Erster der Weltrangliste ist: „Bisher hat gefehlt, dass sie nicht ins Finale vorgedrungen sind. Die Einzelspieler sind mit super Qualität ausgestattet. Sie können gerne auf die Rangliste schauen und sich darauf ausruhen.“

...seine Führungsrolle, die Mannschaft zusammen zu halten: „So ein Fußball-Gebilde einer Mannschaft ist komplex. Jeder bringt seinen Teil ein. Ich werde nicht auf den Tisch hauen. Wenn man das Gefühl hat, dass Dinge kontraproduktiv für den Erfolg sind, dann werden Mats und ich oder andere Spieler sich trauen, was zu sagen. Man kann kritische Dinge auf dem Fußballplatz auch positiv verpacken. Es darf verbal auch mal scheppern, da darf keiner empfindlich sein. Es geht aber nicht darum, in den Selbstzerstörungs-Modus zu schalten.“

...Sonderschichten von Niklas Süle: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm, er ist ein klasse Typ. Wir reiben uns auch, ich bin ein Provokateur. Wir spielen manchmal Golf zusammen. Das Ganze wird von der Öffentlichkeit hochgekocht. Er will es jetzt allen zeigen. Es gibt immer mal wieder Kritik, er hatte nach seiner Verletzung keine einfache Zeit. Wenn Gegenwind kommt, kann das auch anstacheln. Er macht deshalb Extra-Schichten, um bereit zu sein.“

...den Kontakt mit Löw: „Wir haben mehrmals telefoniert. Was wollen beide Seiten überhaupt? Das Gespräch hat stattgefunden und beide Seiten haben sich intensiv ausgetauscht. Wir hatten das Gefühl, dass beide Seiten das gleiche wollen: den absoluten Erfolg.“

...die Mentalität der Mannschaft im Training: „Jogi Löw hat sehr viel Energie und bringt die Dinge auf den Punkt, das verlangt er von uns als Mannschaft genauso. Wir hatten ein paar Tage Zeit Luft zu holen, wenn dann im Training keine Energie wäre...das ist ja selbstverständlich, dass da Zug drin ist.“

...die Niederlagen zuletzt gegen Spanien und Nordmazedonien: „Du kannst die Ergebnisse nicht kontrollieren. Aber die Art und Weise können wir beeinflussen, wir haben Qualität. Die Weltrangliste lügt nicht, da haben wir als Deutschland unterperformt. Wir wollen jetzt die Segel setzen und loslegen.“

...Veränderungen nach seiner Rückkehr: „Viel kommt mir nicht vor, ich habe die Nationalmannschaft ja beobachtet. Ich kenne alle Spieler, auch die jungen. Mit Havertz und Werner habe ich sogar noch zusammengespielt, die große Unbekannte ist nicht dabei. Es gibt nicht viel Neues. Wir wollen zusammen Großes erreichen. Es geht darum, überzeugende Spiele zu liefern, was dabei rauskommt, weiß man nicht. Es geht nur ums Hier und Jetzt. Wir werden als Einheit auftreten.“

...seine Führungsrolle: „Es geht nicht nur um die Lautstärke, man muss Informationen austauschen. Damit kann man schnellstmöglich auf Spielsituationen reagieren. Der Bundestrainer weiß, wie ich bin, er weiß welches Paket er dazu geholt hat. Ich werde mich nicht verändern, ich will gewinnen und versuche meine Mitspieler anzustacheln.“

...seine beste Position: „Das System ist nicht allzu wichtig für mich. Sobald ich den Ball habe, versuche ich zügig nach vorne zu spielen. Mein Anspruch ist, einen Pass zu spielen, der Offensivaktionen einleitet, deshalb brauche ich die passenden Spieler um mich herum, die darauf eingehen. Wir haben kombinationsstarke Spieler, deshalb sehe ich da kein Problem, egal in welchem System. Ich führe aber auch in der Defensive gerne Zweikämpfe. All diese Dinge passieren meistens im Zentrum, die Marschroute ist also klar, wo es am besten funktionieren kann.“

...seine Zukunft in der DFB-Elf: „Wir stehen vor euphorischen und intensiven sechs Wochen. Es wird aber kein Spaziergang. Was danach passiert, auch wenn ich weiß, dass Hansi Flick Trainer wird, das ist nicht in meinen Gedanken.“

...die Zeit nach seiner DFB-Ausbootung: „Heynckes hat mal gesagt, dass er die größte sportliche Motivation aus Niederlagen gezogen hat. Es war eine persönliche Niederlage, damals lief es für mich aber auch nicht perfekt. Die Entscheidung von Löw war damals aus sportlicher Sicht nachvollziehbar, auch wenn ich mir es anders gewünscht hätte. Es ging um die Art und Weise, aber das ist Schnee von gestern. Unter Flick im Verein habe ich dann mehr Verantwortung bekommen. Wir hatten beim FC Bayern eine beeindruckende Periode. Wir als Mannschaft, aber auch ich selbst. Ich war aber immer sehr entspannt. In den Länderspielpausen frei zu haben, war für Körper und Seele auch nicht das Schlechteste. Wenn man bei einem Turnier die deutschen Farben vertreten, um einen Titel mitspielen und etwas beitragen kann, darauf freut man sich. Deshalb bin ich glücklich für diese Chance.“

...seine Rolle: „Ich erwarte von mir, dass ich körperlich und technisch-taktisch an meine Leistungsgrenze heranreiche. Ich möchte das einbringen, was mich zuletzt stark gemacht hat. Ich bin sehr zuversichtlich, die ersten Einheiten waren gut. Im Turnier wird sich zeigen, wie es läuft. Wir wollen schon in den Testspielen gute Spiele abliefern. Ich will mit meiner Erfahrung vorangehen und bin sehr motiviert. Es war eine besondere Situation, hier nochmal dazuzustoßen. Ich will der Katalysator sein, um den Turbo bei meinen Mitspielern zu zünden.“

...Kai Havertz, der das Siegtor im CL-Finale erzielt hat: „Wenn man mit der Mannschaft im CL-Finale steht, hat man auf dem Weg dahin Top-Mannschaften ausgeschaltet, das gibt Selbstvertrauen. Es war ein klasse Spiel gestern. Alle deutschen Spieler und vor allem Kai haben dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt. Das gibt ihm noch mehr Vertrauen. Es ist immer schön, wenn deutsche Beteiligung dabei ist.“

...seine Rückkehr: „Ich wurde wie gewohnt super aufgenommen. Meine DFB-Aufenthalts-Quarantäne war etwas länger. Wir kennen uns ja aus der Bundesliga, es sind einige Bayern-Spieler dabei, man kennt sich. Das Miteinander war bisher super, wir haben alle eine Vorfreude bei der Ankunft gehabt. Gestern haben wir gemeinsam das CL-Finale verfolgt.“

Update 12.35 Uhr: Die Champions-League-Final-Teilnehmer Ilkay Gündogan, Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Timo Werner sollen am 6. Juni zehn Tage nach ihrer Ausreise von England zum DFB-Team stoßen. Sie können aber für 24 Stunden zurück nach London reisen, ohne bei einer Rückkehr in Quarantäne zu müssen.

Update vom 30. Mai, 12.30 Uhr: Thomas Müller nimmt als erstes auf dem Podium der Pressekonferenz Platz. Es kann losgehen.

Update vom 30. Mai, 12.25 Uhr: In wenigen Minuten sprechen Thomas Müller und Kevin Volland auf der DFB-PK über ihre Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft. Eine besondere Rolle soll dabei Müller zukommen, wie Bundestrainer Jogi Löw auf der gestrigen Presserunde noch einmal deutlich gemacht hat. Der Bayern-Star soll wie im Klub auf für Deutschland als Führungsspieler vorangehen. Wie Müller das nach über zweijähriger Abstinenz im DFB-Team am besten schaffen will, wird er sicherlich gleich verraten.

DFB-PK mit Müller und Volland im Live-Ticker: Comeback von Müller und Volland

Update vom 30. Mai, 11.35 Uhr: In knapp einer Stunde gibt es wieder Neuigkeiten aus dem Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft, die sich in Seefeld auf die Europameisterschaft vorbereitet. Bei der heutigen Presserunde wird bayerisch gesprochen, denn Thomas Müller vom FC Bayern und Ex-Löwe Kevin Volland, der sein Glück in Frankreich bei der AS Monaco gefunden hat, sind zu Gast. Es wird spannend zu erfahren sein, wie sich die beiden Rückkehrer in den ersten Tagen im Kreise der DFB-Elf eingelebt haben.

DFB-PK mit Müller und Volland im Live-Ticker: Müller und Volland sprechen über ihre Rückkehr

Meldung vom 29. Mai: München/Seefeld - Das DFB-Team bereitet sich seit Freitag in Seefeld in Tirol auf das große Ziel vor: Die Fußball-EM zu gewinnen! In Österreich soll der Grundstein dafür gelegt werden. Joachim Löw, der nach dem Turnier das Amt den Bundestrainers* an seinen ehemaligen Co Hansi Flick übergeben wird, will seine 26 Jungs für die anstehende EM 2021* möglichst top vorbereiten.

Das Problem: Der Noch-Bundestrainer hat gar nicht den kompletten Kader zur Verfügung. Kai Havertz, Timo Werner, Antonio Rüdiger und Ilkay Gündogan werden erst später zur Mannschaft stoßen. Ebenso ist Toni Kroos noch in Madrid, weil sich der Real-Star mit Corona infiziert hatte. Wann der 31-Jährige zum Team stößt, steht noch gar nicht fest.

DFB-PK mit Müller und Volland im Live-Ticker: Wie fühlt‘s sich an zurück zu sein, Thomas? 

Es sind also alles andere als überragende Bedingungen, zumindest aus personeller Sicht. Dennoch ist Löw guter Dinge und öffnete daher für die Trainingseinheit am Samstagnachmittag kurzfristig Tür und Tor für Fans sowie Journalisten. Rund 100 Zuschauer kamen so als „Zaungäste“ in den Genuss, Manuel Neuer, Thomas Müller und Co. bei der Arbeit zu beobachten.

Die Journalisten durften statt der eingeplanten 15 Minuten das gesamte Training verfolgen. Bundestrainer Joachim Löw war dabei sehr engagiert und feuerte seine Spieler an. Rund 30 Kameras waren vor Ort. FCB-Youngster Jamal Musiala trainierte wie nach der Ankunft am Freitag individuell. Den Youngster vom deutschen Rekordmeister plagen noch immer muskuläre Probleme in der Hüfte.

Video: EM-Überraschung - Volland, Günter und Musiala sind im DFB-Team!

Wie die Stimmung in Seefeld ist, werden sicherlich Thomas Müller* und Kevin Volland am Sonntagnachmittag verraten. Denn die gebürtigen Bayern sind auf der Pressekonferenz des DFB zu Gast. Wir tickern die PK ab 12.30 Uhr für Sie, damit Sie keine launige Aussage der beiden verpassen. (smk/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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