DFB-Präsident für Ende des Glücksspielmonopols

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DFB-Präsident Theo Zwanziger hat ein Ende des Monopols der Bundesländer auf Sportwetten gefordert.

Berlin - DFB-Präsident Theo Zwanziger hat ein Ende des Monopols der Bundesländer auf Sportwetten gefordert. Welche Maßnahmen er androht, falls diese Forderung nicht umgesetzt werden kann:

Andernfalls müssten die Länder den Sportverbänden klar sagen, dass sie ihnen weniger Geld geben könnten, weil die Konkurrenz im Internet zu groß sei. Der Sport benötige finanzielle Planungssicherheit, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu “welt online“. Falls das Monopol bleibe, müsse die Förderung aus Steuergeldern kommen.

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

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Zwanziger nannte das Argument unehrlich, der Staat müsse die Bürger mit dem Monopol vor Spielsucht schützen, wenn gleichzeitig die Lotterieeinnahmen erhöhen werden sollen. “Es ist nicht möglich, auf der einen Seite Suchtprävention zu wollen und auf der anderen Seite die Einnahmen aus Lotto maximieren zu wollen.“

Die Ministerpräsidenten der Länder kommen am heutigen Mittwoch in Berlin zusammen, um über den auslaufenden Glücksspiel-Staatsvertrag zu beraten. Mehr als 200 000 Menschen in Deutschland sind spielsüchtig.

dpa

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