Große Unruhe beim Rekordmeister

Hansi Flick: Verrät dieser Satz seinen Abschied vom FC Bayern?

Verliert der FC Bayern seinen Erfolgscoach Hansi Flick? Ein neuer Bericht verheißt nichts Gutes - und auch im Rahmen des PSG-Spiels gab es Aufregung um den FCB-Trainer.

Update vom 8. April, 8.15 Uhr: Der FC Bayern München verliert das Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Paris Saint-Germain. Doch es war nicht die einzige schlechte Nachricht für Trainer Hansi Flick: Mit Leon Goretzka und Niklas Süle musste er schon vor der Pause zwei wichtige Spieler auswechseln. Sie werden am Samstag in der Bundesliga gegen Union Berlin wohl fehlen - ob sie am Dienstag in Paris mitwirken können, war zunächst unklar.

Abseits des dramatischen Geschehens auf dem Rasen ging es natürlich um Flicks Zukunft. Verlässt er den FC Bayern und wird er Bundestrainer*? Die Aussagen von Sportvorstand Hasan Salihamidzic* waren einmal mehr nebulös. Immer wieder wich er der klaren „Ja oder Nein“-Frage aus. Lothar Matthäus legte sich im Sky-Studio schon fest: Für ihn sei klar, dass Flick den FC Bayern im Sommer verlassen werde.

Hansi Flick: „Ich muss da ein bisschen schauspielern“

Flick selbst wurde auf der anschließenden Pressekonferenz auf den Abschied von Jerome Boateng angesprochen. Salihamidzic bestätigte dessen Abgang vor der Partie live bei Sky. Flick ist ein großer Befürworter Boatengs, das ist bekannt. Ob ihn eine solche Aussage vor so einem wichtigen Spiel gestört habe? Er sagte auf der PK: „Das beantworte ich nicht. Ich muss hier professionell antworten. Alles muss ich nicht beantworten, weil ich es nicht möchte.“ Flick fügte an: „Ich muss da ein bisschen, wie soll ich sagen, Schauspielern auch. Das gehört auch dazu zum Trainerjob.“

Anschließend zuckte er noch kurz mit den Augenbrauen. Klar, dass eine solche Aussage in einem solch emotionalen Umfeld vielleicht nicht nur auf das Thema Boateng beschränkt ist. Hat Flick bisher etwa auch zu seiner Zukunft geschauspielert? Ist er der Bundestrainer-Frage bisher einfach nur ausgewichen, obwohl seine Entscheidung schon lange steht? Es bleibt spannend - die jüngsten Aussagen scheinen die DFB-Chancen jedenfalls nicht zu schmälern.

FC Bayern München: Hansi Flick vor Abgang? Mit „Arbeitssituation unzufrieden“

Erstmeldung vom 7. April, 9.42 Uhr: München - Offenbar brodelt es beim FC Bayern* hinter den Kulissen gewaltig. Der sportliche Erfolg ist da - allerdings herrscht zwischen Trainer Hansi Flick* und Sportvorstand Hasan Salihamidzic* selten Einigkeit. Der öffentliche Friedensschluss ist wohl nicht von Dauer. Ausgerechnet vor dem wichtigen Champions-League-Duell gegen PSG sorgt ein Medienbericht für Aufsehen.

Ist die letzte Konsequenz der Abschied Flicks? Laut der Sport Bild ist der Bayern-Trainer „unzufrieden über die Arbeitssituation“ und habe das bei der Klubführung hinterlegt. Er mache sich über seine Zukunft beim Rekordmeister Gedanken. Das heizt natürlich auch wieder die Bundestrainer-Gerüchte an, denn Flick gehört zu den heißesten Kandidaten auf die Nachfolge von Joachim Löw.

FC Bayern: Zoff zwischen Flick und Salihamidzic könnte eskalieren

Das sei aber nicht ausschlaggebend für die Entscheidung, wie das Blatt weiter berichtet. Der 56-Jährige sei vor allem unzufrieden mit dem Verhältnis zu Salihamidzic. Flick hat noch Vertrag bis 2023, wenn er gehen möchte, wird ihn aber wohl keiner aufhalten können. Sein größter Unterstützer innerhalb des Vereins ist der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge - er will ihn um keinen Preis ziehen lassen.

Der Kern des Problems ist: Salihamidzic und Flick sind sich in Transfer-Angelegenheiten regelmäßig uneinig. „Brazzo“ beharrt auf seine Hauptverantwortlichkeit in Sachen Transfers und erhält Unterstützung von Uli Hoeneß. Oliver Kahn hält sich mit seinen Aussagen bislang noch zurück, ließ aber in Leipzig auch aufhorchen, als er angesprochen auf Flicks Zukunft nur von der aktuellen Saison sprach.

FC Bayern gespalten? Rummenigge unterstützt Flick, Hoeneß unterstützt Brazzo

Diese Dinge deuten darauf hin, dass die Zukunft von Bayerns Triple-Trainer alles andere als geklärt ist. Ein Abschied im Sommer ist nicht länger unwahrscheinlich. Zuletzt zeigte er sich irritiert von den Hoeneß-Aussagen über Jerome Boateng und ging öffentlich auf Konfrontationskurs: „Ich kenne es vom FC Bayern, dass man seine Spieler immer unterstützt“.

Boateng ist in Flicks Team eine tragende Säule, soll aber keinen neuen Vertrag bekommen. Bei RTL sprach sich Hoeneß gegen eine EM-Nominierung des Innenverteidigers aus. Verfällt der FC Bayern in die Lager Rummenigge/Flick und Hoeneß/Salihamidzic? Dieser Konflikt könnte den Verein mit einem Verlust seines Erfolgstrainers teuer zu stehen kommen. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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