Vertrag einvernehmlich aufgelöst

Aus bestätigt! FC Schalke 04 trennt sich von Sportvorstand Schneider

Jochen Schneider sitzt auf der Tribüne des FC Schalke 04
+
Jochen Schneider wird den FC Schalke 04 im Sommer verlassen.

Der FC Schalke 04 und Sportvorstand Jochen Schneider gehen getrennte Wege. Das teilten die Knappen am Dienstag offiziell mit.

Gelsenkirchen - Es war absehbar, doch nun ist es offiziell. Der FC Schalke 04 und Sportvorstand Jochen Schneider beenden ihre Zusammenarbeit. Der Vertrag mit dem 50-Jährigen wird im Sommer im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst, wie die Knappen mitteilen.

„Der Aufsichtsrat verständigte sich am Dienstag (16.2.) mit dem Vorstand Sport & Kommunikation einvernehmlich auf die Auflösung des Vertrages zum 30. Juni 2021“, schrieb Schalke auf Twitter. Wer Nachfolger von Schneider wird, der erst im März 2019 von RB Leipzig nach Gelsenkirchen gewechselt war, steht offiziell noch nicht fest.

FC Schalke: Aus bestätigt! S04 trennt sich von Sportvorstand Jochen Schneider

Die Planung für die nächste Saison - wahrscheinlich in der 2. Liga - übernehmen „Eurofighter“ Mike Büskens, der bislang für verliehene Spieler und internationale Aktivitäten zuständig war, Nachwuchsdirektor Peter Knäbel und U19-Trainer Norbert Elgert. Einen Sportdirektor, der schon länger gesucht wird, und einen Nachfolger für Schneider hat der Tabellenletzte der Bundesliga noch nicht gefunden.

„Der Aufsichtsrat ist sich einig, dass grundlegende Veränderungen im sportlichen Bereich notwendig sind, um den FC Schalke 04 aus der Krise und in eine erfolgreichere Zukunft zu führen“, erklärte Jens Buchta, Vorsitzender des Kontrollgremiums: „Bei der Neustrukturierung der Lizenzspielerabteilung gilt der Grundsatz Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Wir haben volles Vertrauen in die umfassende Kompetenz von Mike Büskens, Peter Knäbel und Norbert Elgert, die intensiven Planungen der letzten Wochen für die nächste Saison fortzusetzen. Die Drei tragen die Schalke-DNA in sich und stehen für die Werte unseres Vereins.“

Schneider, der im März 2019 die schwierige Nachfolge des zurückgetretenen Christian Heidel angetreten hatte, gab zu: „Leider haben wir insbesondere in den vergangenen zwölf Monaten nicht das umsetzen können, was wir uns vor knapp zwei Jahren vorgenommen hatten.“ Schneider, der nach dem Rauswurf von Domenico Tedesco kurz nach seinem Amtsantritt insgesamt vier Trainer verpflichtete, räumte „Fehlentscheidungen, die mich im Nachhinein sehr ärgern“, ein.

Schalke hat von den letzten 37 Bundesligaspielen nur eins gewonnen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt bereits neun Punkte. Der vierte Abstieg der Vereinsgeschichte rückt immer näher. (smk/sid)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare