Gladbacher-Sportdirektor

Kein Trainerwechsel: Eberl stärkt Hecking den Rücken

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Stellt sich hinter Trainer Hecking: Gladbach-Manager Max Eberl. Foto: Roland Weihrauch

Ein aktueller Trainerwechsel ist für Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl ausgeschlossen. Das wäre "populistisch", meint Eberl.

Mönchengladbach (dpa) - Sportdirektor Max Eberl will in den verbleibenden drei Saisonspielen der Fußball-Bundesliga auf jeden Fall an Dieter Hecking festhalten.

"Ein plumper Trainerwechsel ist nicht Borussia Mönchengladbach", sagte Eberl bei der Mitgliederversammlung des fünfmaligen deutschen Meisters. Nach einer durchwachsenen Rückrunde belegt das Hecking-Team derzeit Tabellenplatz fünf und muss um die Qualifikation für den Europapokal bangen. Die letzten drei Gegner sind 1899 Hoffenheim, der 1. FC Nürnberg und zum Abschluss am 18. Mai Borussia Dortmund.

Eberl würdigte Hecking: "Er ist ein großartiger Mensch, der für Borussia Mönchengladbach brennt." Anfang April hatte der Verein die vorzeitige Trennung von Hecking nach dieser Spielzeit verkündet. Dessen Nachfolger wird zur kommenden Saison Marco Rose, der bisherige Coach des österreichischen Meisters RB Salzburg.

Eberl sagte, es wäre für ihn "ein Albtraum", sollte die Mannschaft den Europapokal noch verpassen. Mit 51 Zählern ist die Borussia punktgleich mit Bayer Leverkusen Fünfter. Hoffenheim hat als Siebter 50, der VfL Wolfsburg als Achter 49 Punkte.

Der siebte Platz in der Bundesliga verhilft in dieser Spielzeit einem Team zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation, weil Bayern München und RB Leipzig das Finale des DFB-Pokals erreicht und sich zugleich für die Champions League qualifiziert haben.

Das Fußball-Unternehmen Borussia Mönchengladbach schloss ein Geschäftsjahr erstmals seit 2011 mit einem Verlust ab. In der Bilanz des Vereins für 2018 steht ein Minus nach Steuern von 3,64 Millionen Euro. "Wir sind gesund, aber nicht reich", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers vor den 1770 Mitgliedern.

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 betrug rund 173 Millionen Euro. Die Ausgaben beliefen sich auf knapp 176 Millionen Euro. Mit 71,8 Millionen Euro waren die Einnahmen aus TV-Verträgen am höchsten. Der Personalaufwand von etwa 83 Millionen Euro ist laut Schippers so hoch wie nie gewesen.

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