Aussagen zur Torwart-Debatte beim DFB

„Das lässt mich...“ Löw kontert Hoeneß-Attacke gegen ter Stegen und den DFB

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Joachmim Löw bei einer Pressekonferenz der Nationalmannschaft Deutschland

Uli Hoeneß hat in der Torwart-Debatte um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen deutlich Stellung bezogen. Nun kontert Bundestrainer Joachim Löw die Hoeneß-Attacke.

Update vom 08. Oktober 2019: Joachim Löw lässt seinen Worten Taten folgen. Unbeeindruckt von der Torhüter-Debatte stellt der Bundestrainer Marc-Andre Ter Stegen beim Testspiel gegen Argentinien in die Startelf. 

Update vom 22. September 2019: Der FC Bayern München konnte sich beim Wiesn-Auftakt gegen den 1. FC Köln souverän mit 4:0 durchsetzen. Manuel Neuer hatte zwar wenig Gelegenheiten zu beweisen, dass er Deutschlands Torhüter Nummer eins ist, jedoch war der Bayern-Keeper jedes Mal zur Stelle, wenn ihn die Roten brauchten. 

Marc-André ter Stegen fiel hingegen bei der Barca-Pleite gegen Granada mit einer Unsicherheit auf. Bei den Gegentoren war der DFB-Ersatztorwart zwar machtlos, eine fehlerfreie Vorstellung gelang ihm jedoch nicht. Auch weiterhin setzt Bundestrainer Joachim Löwe auf Neuer im Kasten der DFB-Elf. Das schmeckte ter Stegen zuletzt gar nicht und der Barca-Keeper äußerte sich über seine Unzufriedenheit in der Rolle als Reservist. Bayern-Präsident Uli Hoeneß ließ nicht lange auf sich warten und verteidigte seine Nummer eins, erntete darauf jedoch so einigen Gegenwind aus den sozialen Netzwerken.

Nach einer regelrechten Absagen-Flut muss Bundestrainer Jogi Löw gegen Argentinien mit einer Rumpf-Elf ran. Die Pressekonferenz des DFB gibt es bei uns im Live-Ticker.

Joachim Löw kontert gegen Uli Hoeneß - Bayern-Boss nun verstummt?

Nun meldete sich auch Bundestrainer Joachim Löw zu Wort. Gegenüber der Bild (Artikel hinter der Bezahlschranke) ließ der DFB-Coach nun verlauten: „Von so was lasse ich mich nicht beeinflussen. Das lässt mich völlig entspannt in die Zukunft blicken.“ Mit dieser Aussage ließ Deutschlands Nationaltrainer den Bayern-Boss abblitzen und zeigte wenig Interesse an einer Diskussion um die Nummer eins im deutschen Tor. Hoeneß hingegen wollte sich nicht erneut äußern. 

Der Präsident des FC Bayern München wies Anfragen jedoch lediglich mit dem Satz „mein Bedarf ist erst mal wieder für eine Zeit lang gedeckt“ zurück. Auch er wird also voraussichtlich in näherer Zukunft wenig Öl in das Feuer im DFB-Tor gißen.

Uli Hoeneß zu Neuer und ter Stegen: Harte Reaktionen auf Wutrede - „fehlende Argumente“

Ursprüngliche Meldung: München - Fußball-Deutschland beschäftigt (mal wieder) eine Torwartdiskussion. Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen - wer soll im Kasten der deutschen Nationalmannschaft stehen? Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat zur Debatte klar Stellung bezogen, sich bedingungslos für Manuel Neuer eingesetzt und sich mit seinen Aussagen letztlich nicht nur Freunde gemacht.

Neuer oder ter Stegen? Uli Hoeneß bezieht in Torwart-Debatte klar Stellung

Nach dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Roter Stern Belgrad setzte Hoeneß zum Rundumschlag an und rechnete mit ter Stegen, dem DFB sowie den Medien ab. Er erklärte unter anderem, dass sich der FC Bayern den derzeitigen Umgang mit seinen Spielern nicht mehr gefallen lassen werde und ter Stegen ohnehin „überhaupt keinen Anspruch“ auf den Platz im deutschen Kasten habe.

Die Wutrede des Präsidenten schlug hohe Wellen. Am Nachmittag reagierte der DFB in Persona Oliver Bierhoffs und zeigte „kein Verständnis“ für Hoeneß' Aussagen, wenige Stunden später meldete sich Hoeneß erneut zu Wort, verteidigte seine Aussagen und feuerte sogleich die nächsten Pfeile ab.

Video: Uli Hoeneß attackiert DFB erneut - und greift ter Stegen an

Wie sind die Aussagen 67-Jährigen letztlich zu bewerten? Ist es positiv, dass sich der Macher des FC Bayern bedingungslos zu seinen Spielern positioniert? Oder ist Hoeneß, der auch mit seiner Einschätzung zum besten je getätigten FCB-Transfer überrascht, mit seinen Worten über das Ziel hinausgeschossen? In den sozialen Medien muss sich Hoeneß überwiegend mit Kritik auseinandersetzen.

Auf Twitter wurde der Auftritt des scheidenden Präsidenten als „schwachsinnig“, „lächerlich“ und „peinlich“ tituliert, andere kritisierten „fehlende Argumente“. Einige User bedauerten, der gebürtige Ulmer würde sich durch seine emotionalen Äußerungen am Ende nur selbst schaden und seine erfolgreiche Karriere beim FC Bayern München schmälern. Eine andere Karriere könnte bei den Münchnern hingegen vor dem Aus stehen. Denn ein ehemaliger Bundesliga-Trainer ist als Kovac-Nachfolger im Gespräch.

Uli Hoeneß spricht über Neuer und ter Stegen - Erinnerung an Rensing-Zitat

Der Journalist Peter Müller erinnerte darüber hinaus an ein Hoeneß-Zitat aus dem Jahr 2006. Damals hatte er sich ebenfalls zur Torhüter-Situation beim DFB geäußert und den damaligen Bayern-Keeper Michael Rensing als Nummer Eins im deutschen Kasten gefordert. Eine Aussage, die mit der derzeitigen zwar nicht zu vergleichen ist, allerdings dennoch zeigt, dass Hoeneß das Thema Bayern-Torhüter in der Nationalmannschaft schon früher beschäftigte.

Das Fußballmagazin FUMS äußerte ebenfalls seine - gewohnt überspitzten - Einschätzungen zu den Worten des FCB-Präsidenten und ging mit Hoeneß dabei nicht gerade zimperlich um.

Uli Hoeneß: Twitter-User lachen über Bayern-Präsidenten

Ein Twitter-User erlaubte sich zudem eine Spitze gegen den früheren Bayern-Spieler - und erinnerte an einen der bittersten Abende des früheren Nationalspielers. Im Finale der Fußball-Europameisterschaft 1976 setzte Hoeneß im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei den entscheidenden Schuss in den Nachthimmel von Belgrad. Eine ähnliche Stichelei, die ebenfalls auf diese Szene anspielt, ist nun sogar für den Fußball-Spruch des Jahres nominiert.

Stellt sich am Ende die Frage, inwiefern der Präsident recht hat und Neuer tatsächlich unumstrittener Stammkeeper im deutschen Kasten bleiben sollte. Stimmen Sie ab.

Am Samstag spielt der FC Bayerrn München gegen den 1. FC Köln in der Allianz Arena. Tauscht Niko Kovac seine Startelf aus? Oder lässt er sie gleich? Währenddessen hat sich ein Ex-Bayern-Star einen Bundesliga-Torschützenkönig für sein Team geangelt. 

Kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft beim FC Bayern München spricht Uli Hoeneß über seinen größten Fehler.

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Die EM 2024 soll nicht im Free-TV gezeigt, werden, sondern bei einem Streaming-Anbieter. Darüber sind viele Fans erbost - einer fordert sogar die Umbenennung eines Nationalspielers.

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