Spieler wehrt sich gegen fristlose Kündigung

Daghfous geht im Rechtsstreit mit Kickers Offenbach in Berufung

Nejmeddin Daghfous im Trikot von Kickers Offenbach
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Nejmeddin Daghfous (einst Kickers Offenbach) steht inzwischen beim FC Gießen unter Vertrag. 

Die juristische Auseinandersetzung zwischen Kickers Offenbach und Nejmeddin Daghfous hält an. Der Spieler, dem der OFC fristlos gekündigt hatte, geht gegen das erstinstanzliche Urteil des Arbeitsgerichts Offenbach in Berufung. Bei seinem neuen Verein FC Gießen hat er derweil ein Problem.

Offenbach – Der Rechtsstreit zwischen Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach und Nejmeddin Daghfous geht in die nächste Runde. Der OFC hatte den 33-jährigen Offensivspieler im Februar fristlos entlassen, nachdem der einstige Bundesliga-Profi im Anschluss an einen Trainings disput seinem damaligen Mitspieler Luigi Campagna per Faustschlag die Nase gebrochen hatte. Gegen die Kündigung hatte Daghfous vor dem Arbeitsgericht Offenbach unter anderem mit der Argumentation geklagt, dass Campagna ihn ebenfalls geschlagen habe. Der Vorwurf ließ sich nach Auffassung des Gerichts durch die angehörten Zeugen jedoch nicht belegen, es erklärte die fristlose Kündigung, die erstmals am 27. Februar und nochmals am 15. April ausgesprochen wurde, damit für rechtsgültig.

Wie Thomas Sobotzik, Geschäftsführer der Kickers, auf Anfrage mitteilte, hat Dagh-fous kurz vor Fristende mit einem neuen Anwalt Rechtsmittel gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt. Es gibt allerdings noch keinen Termin für eine Berufungsverhandlung. Dass diese noch in diesem Jahr stattfindet, ist daher unwahrscheinlich.

Daghfous hat sich mittlerweile dem Ligarivalen FC Gießen angeschlossen. Obwohl die Verpflichtung bereits Mitte September verkündet wurde, lag für den gebürtigen Kasseler bislang noch keine Spielgenehmigung vor. (Von Christian Düncher)

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