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Kickers Offenbach vor der Partie gegen Astoria Walldorf: „Es fehlt von allem ein bisschen“

Endlich wieder jubeln? Denis Huseinbasic (links) erzielte beim 6:1 gegen Walldorf Anfang Juni sein bislang letztes Tor in der Regionalliga. Am Sonntag geht es wieder gegen den FC Astoria. Rechts: der ebenfalls noch torlose Davud Tuma.
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Endlich wieder jubeln? Denis Huseinbasic (links) erzielte beim 6:1 gegen Walldorf Anfang Juni sein bislang letztes Tor in der Regionalliga. Am Sonntag geht es wieder gegen den FC Astoria. Rechts: der ebenfalls noch torlose Davud Tuma.

Kickers Offenbach trifft auf Lieblingsgegner Astoria Walldorf. Trainer Sreto Ristic ist von einem schnellen Ende der Offensivflaute überzeugt.

Offenbach – Für Statistiker ist die Sache klar. Wenn Kickers Offenbach am Bieberer Berg am Sonntag (14 Uhr) gegen den FC Astoria Walldorf antritt, kann der Sieger nur OFC heißen. Sechsmal gab es das Duell bislang in der Regionalliga Südwest in Offenbach, sechsmal gewannen die Kickers.

18:8 Tore lautet die durchaus imposante Bilanz gegen Walldorf, die sich allerdings schnell relativiert. Denn erst am 1. Juni dieses Jahres gelang zum ersten Mal ein klarer Sieg - 6:1. Ein Ergebnis, von dem die Fans bislang nur träumen konnten. Sechs Tore gelangen den Kickers in dieser Saison in sechs Spielen, die drei Siege wurden mit jeweils einem Tor Vorsprung eingefahren. Für Malte Karbstein, Innenverteidiger der Kickers, ist das aber kein Problem. „Wichtig ist erst einmal, dass die Defensive gut steht, und das gelingt uns ganz gut.“ Zuletzt beim 0:0 in Kassel verteidigten die Kickers, die mit vier Gegentoren die beste Defensive der Liga stellen, ab der 40. Minute sogar in Unterzahl mit Erfolg das eigene Tor.

Kickers Offenbach: Effizienz in der OFC-Offensive fehlt

Was den Kickers abgeht, ist die Effizienz im eigenen Offensivspiel. „Wir nutzen die Chancen nicht, die wir haben“, erklärte Kickers-Trainer Sreto Ristic. Auch die große Stärke der Rückserie des vergangenen Jahres, die Standards, sind in dieser Spielzeit noch kein Faktor. Keiner der sechs Treffer fiel nach ruhenden Bällen. „Es fehlt von allem ein bisschen. Das Wichtigste aber ist: Wir haben genügend Standards, wir haben genügend Chancen“, räumte Ristic ein: „Wir arbeiten daran und ich bin überzeugt, dass das in kürzester Zeit wieder funktioniert.“

Keine Rolle spielt für Ristic dabei die Besetzung des zentralen Mittelfeldes, in dem der seither gesetzte „Sechser“ Osarenren Okungbowa nach seiner Gelb-Roten Karte fehlen wird. In Mateo Andacic stünde ein ähnlich defensiv denkender Spieler zur Verfügung, der aber bislang noch nicht zum Einsatz kam. Ristic wird also die Statik in seinem Mittelfeld etwas verändern. Beim 1:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim II hatte Ristic Angreifer Elia Soriano in die offensive Viererkette beordert, hinter Stoßstürmer Dejan Bozic.

Als Alternative bietet sich ein 4-4-2 an. „Wir sind flexibel aufgestellt, haben auch schon ohne einen defensiv denkenden Sechser erfolgreich gespielt“, sagte Ristic. Etwa mit Tunay Deniz und Denis Huseinbasic, die in der ersten Hälfte dieses Jahres ein lauf- und spielstarkes Duett mit enormer Torgefahr bildeten. Auch den beiden geht das Glück vor des Gegners Tor derzeit noch ab. Deniz, Topscorer der Kickers in der vergangenen Saison (9 Tore/15 Vorlagen), steht bei einem Treffer und einer Torvorbereitung, Huseinbasic hat lediglich einen Assist verbucht.

Kickers Offenbach: Stabile Defensive die Basis für Siege

Ebenfalls noch keinen Eintrag auf dem Torkonto trotz einiger guter Möglichkeiten hat Malte Karbstein. Er gehörte vergangene Saison mit sieben Treffern zu den torgefährlichsten Innenverteidigern. „Aber auch damals habe ich mein erstes Tor erst nach neun Spieltagen erzielt“, erinnert sich der Blondschopf lächelnd: „Vielleicht klappt es dieses Mal ja früher.“ Wichtiger ist dem 23-Jährigen aber ohnehin zunächst die Verteidigung des eigenen Tores.

Karbstein geht es ums Gewinnen - und dafür ist eine stabile Defensive die Basis. Mit einem Erfolg gegen Walldorf soll nun eine Erfolgsserie gestartet werden. In den nächsten acht Spielen geht es mit Ausnahme der Partie bei Spitzenreiter FSV Mainz 05 II nur gegen Teams mit gänzlich anderen Ambitionen als der OFC. „Natürlich wäre es gut, wenn wir eine Serie starten würden“, sagt Karbstein: „Aber wir tun gut daran, nur auf das nächste Spiel zu schauen.“ Und der Kontrahent heißt nun Astoria Walldorf.

„Es gibt keinen einfachen Gegner in dieser Liga“, warnt OFC-Trainer Sreto Ristic. Er ist aber auch kein Freund von Statistiken. Die besagen nämlich vor allem bei Walldorfer Auftritten in Offenbach etwas anderes. (Von Jörg Moll)

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