„Bin ein Spieler, der Vertrauen braucht“

„Offenbacher Junge“ Dren Hodja will beim OFC bleiben

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Kämpft um seine Zukunft beim OFC: Ob Mittelfeldmann Dren Hodja (mitte) auch künftig für seinen Heimatverein Kickers Offenbach spielen darf, ist weiterhin offen.

Der Auftritt beim 4:1-Sieg in Worms stand spiegelbildlich für die durchwachsene Saison, die Dren Hodja beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach durchlebt.

Offenbach – Dazu passt, dass seine Zukunft eine Woche vor dem Saisonfinale am Samstag (14 Uhr) gegen den FC Homburg weiterhin ungeklärt ist. Erst scheiterte der früher so sichere Elfmeterschütze zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem 1:1 in Walldorf am zweiten Spieltag vom Punkt (16.), das blieb aber folgenlos, weil Ko Sawada im Nachschuss traf. Dann war Hodja mit wundervollem Schlenzer zum zwischenzeitlichen 3:0 (42.) selbst erfolgreich – um dann wie viele Mitspieler auch im zweiten Durchgang abzutauchen.

„Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen können, wenn wir konsequenter gewesen wären“, räumte Hodja ein. Nach 75 Minuten hatte der 25-Jährige zum zwölften Mal in dieser Saison vorzeitig Feierabend. Kevin Ikpide kam für den Deutsch-Albaner, der in der Jugend des OFC ausgebildet worden war.

Hodja: Bei Reck gesetzt, bei Steuernagel auf der Bank

„Ich hatte erstmals in meiner Zeit in Offenbach eine schwierige Phase“, räumt Hodja ein. Der technisch starke Mittelfeldspieler, der im Winter 2016 vom Drittligisten VfR Aalen zu seinem Stammverein zurückgekehrt war, musste mit völlig neuen Erfahrungen umgehen. In den beiden Spielzeiten zuvor war Hodja stets gesetzt, kam unter Oliver Reck in 70 Regionalligaspielen auf 26 Tore und acht Vorlagen. Unter Recks Nachfolger Daniel Steuernagel änderte sich das. Hodja fand sich häufiger auf der Bank wieder, viermal erlebte er von dort das Ende einer Partie. Im April zwang ihn zudem eine hartnäckige Grippe drei Wochen lang zur Pause. Gegen Stuttgart II (2:0) und nun in Worms stand Hodja wieder in der Startelf.

Seinen Elfmeterfehlschuss hatte er schnell verarbeitet. „Ich schieße normal in die Mitte, hatte aber einen Tipp bekommen, doch nach links zu schießen, das ging schief“, erklärte Hodja. Umso genauer zielte er kurz vor der Halbzeit. „Ein super Tor“, sagte Steuernagel zum perfekten Schlenzer in den Winkel.

Bilder: Kickers Offenbach gegen Wormatia Worms

Gespräche über eine Vertragsverlängerung beim OFC

Was aber macht Hodja mit dieser für ihn eher durchwachsenen Saison? Schon im Winter hatte es erste Gespräche über eine Vertragsverlängerung gegeben, dann habe man sich laut Sportdirektor Sead Mehic mit dem Spieler darauf verständigt, sich erst mal zu vertagen. Hodja hatte wie Kapitän Benjamin Kirchhoff, Verteidiger Francesco Lovric und Serkan Firat auf Angebote aus höheren Ligen spekuliert. Die aber kamen zumindest beim Mittelfeldspieler nicht wirklich beim Berater an. „Es gab ein paar Anfragen“, räumte Hodja ein, betonte aber, welcher Verein Priorität habe: „Ich bin ein Offenbacher Junge, bin seit dreieinhalb Jahren hier - der OFC ist natürlich mein erster Ansprechpartner.“

Bis zum Saisonfinale gegen Homburg am Samstag hofft Hodja, Klarheit über die eigene Zukunft zu haben. Gespräche sollen diese Woche stattfinden. Ob der 25-Jährige tatsächlich in ein viertes Jahr beim OFC geht, ist alles andere als sicher. „Ich bin ein Spieler, der Vertrauen braucht und das dann auch zurückzahlt“, sagt Hodja. „Wir wissen, was wir an Dren haben“, sagt Kickers-Sportdirektor Sead Mehic: „Aber es muss für beide Seiten passen.“

VON JÖRG MOLL

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Quelle: op-online.de

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