Möller-Absage für Schalke 04

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Planen bereits die neue Saison: Sportmanager Andreas Möller (links) und Trainer Hans-Jürgen Boysen.

Offenbach - Der unüberlegte Griff in den Kleiderschrank kann manchmal weitreichende Folgen haben. Diese Erfahrung musste nun auch Andreas Möller machen. Von Christian Düncher

Der Sportmanager der Offenbacher Kickers hatte jedenfalls auch keine genaue Erklärung dafür, warum er am Montagabend in der Halbzeitpause des Zweitligaspiels zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und Mainz 05 vom Reporter vor laufenden Kameras gefragt wurde, ob er sich vorstellen könnte, bei seinem Ex-Verein Schalke 04 die Nachfolge des geschassten Managers Andreas Müller anzutreten. „Das muss wohl an der blauen Krawatte gelegen haben, die ich an hatte“, sagte Möller unserer Zeitung.

Der 41-Jährige, der von 2000 bis 2003 für die „Königsblauen“ spielte, kennt die Strukturen auf Schalke und wäre zudem der vom Verein gesuchte „junge Mann“. Ob es aber überhaupt eine Anfrage aus Gelsenkirchen gab, ist unklar. Möller betonte, dass er schon vor zwei Wochen von Premiere zu der Partie eingeladen worden sei und ihn die Frage des Reporters selbst überrascht habe. Der FC Schalke 04 sei für ihn jedenfalls kein Thema, so Möller. Er habe in Offenbach eine interessante Aufgabe.

Da der Aufstieg noch möglich ist, haben die Kickers diesen Monat Lizenzunterlagen für zwei Spielklassen eingereicht. In dem 116 Seiten langen Bericht plant der OFC für die 2. Liga mit einem Etat in Höhe von 9,3 Millionen Euro und für die 3. Liga mit knapp 4,4 Millionen Euro. „Das ist ein vergleichbarer Wert wie letztes Jahr“, sagte Jörg Hambückers, der kaufmännische Manager des OFC. „Eigentlich haben wir unseren Stand gehalten.“ Im Gegensatz zur laufenden Saison, als der OFC als Zweitliga-Absteiger automatisch am DFB-Pokal teilnahm, müssen sich die Kickers diesmal aber erst für den Cup-Wettbewerb qualifizieren, was über den Hessenpokal oder einen der ersten vier Plätze in der 3. Liga möglich ist. „Mit Geld aus dem DFB-Pokal können wir noch nicht planen“, so Hambückers. Von Kürzungen aufgrund der Wirtschaftskrise könne aber keine Rede sein. „Es gab keine Kündigungswelle. Man merkt aber in den Gesprächen, dass die Sponsoren zurückhaltender sind und teilweise nur Einjahresverträge abschließen wollen. Das ist im ersten Halbjahr aber auch nicht ungewöhnlich.“

Möller und Trainer Hans-Jürgen Boysen planen derweil ebenfalls für die neue Saison. Mit Steffen Haas? 1899 Hoffenheim, das den Mittelfeldspieler ausgeliehen hat, hat noch nicht entschieden, ob Haas, der bei beim Klub aus dem Kraichgau noch einen Vertrag bis 2010 hat, zurückkehren soll. „Wenn ich da nur Quotendeutscher bin und in der fünften Liga spielen muss, hätte ich natürlich wenig Lust“,sagte Haas. Der OFC sei für ihn, falls er nicht zurück nach Hoffenheim geht, „Ansprechpartner Nummer eins“, wenngleich es bereits Anfragen von anderen Klubs gegeben habe. Auch vom FSV Frankfurt? „Ich habe mit niemandem gesprochen“, sagte Haas und ließ durchblicken, dass der FSV für ihn kein Thema sei.

Quelle: op-online.de

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