OFC-A-JUGEND

Schütz will zweite Chance in der Bundesliga nutzen

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Felix Schütz, Zugang der Kickers aus Fulda.

Wechsel aus Fulda mit Nebengeräuschen - Vorfreude auf Heimspiel gegen VfB Stuttgart.

Offenbach – Er kam kurzfristig von einem Hessenligisten, stand als Innenverteidiger sofort in der Startelf und bot eine starke Vorstellung. „Es ist einfach perfekt gelaufen“, sagt Felix Schütz nach seiner Premiere in der Fußball-Bundesliga Süd/Südwest der A-Junioren nach dem 1:0 der Offenbacher Kickers beim FC Ingolstadt. OFC-Trainer Steven Keßler lobt den 1,96-Meter-Mann in den höchsten Tönen: „Felix ist gut ausgebildet. Er ist spielstark und trotz seiner Größe schnell und wendig. An ihm muss man erst einmal vorbeikommen. Und im Kopfballspiel ist er auch richtig gut“.

Der 18-Jährige fiebert nun der Heimpremiere am Samstag (15 Uhr, Wiener Ring) gegen den deutschen Pokalsieger VfB Stuttgart und dem Derby gegen die Frankfurter Eintracht entgegen, das am Mittwoch, 18 Uhr, stattfinden soll. Der VfB hatte zum Auftakt nach 0:2-Rückstand ein 2:2 gegen 1899 Hoffenheim erkämpft, zählt zu den Favoriten in der Süd/Südwest-Staffel. „Das ist ein Hochkaräter mit immenser Qualität – eine ganz andere Nummer als der FC Ingolstadt. Aber wir haben den Vorteil des ersten Heimspiels mit vermutlich großer Fan-Unterstützung. Zudem sind wir kämpferisch stark und haben einen guten Teamgeist. Wir werden defensiver agieren, Konterchancen bekommen. So kann man auch gegen fußballerisch bessere Teams bestehen“, prophezeit Schütz.

Für den nächsten Schritt empfehlen

Er hatte Anfang August bei einem Testspiel seines JFV Fulda gegen die Kickers, die 1:0 gewannen, überzeugt. Die Offenbacher fragten bei ihm an, ob er sich einen kurzfristigen Wechsel vorstellen könne. Er konnte – und dann ging alles ganz schnell. Das kam bei Fuldas Vorstandschef Thomas Dreifürst überhaupt nicht gut an. Als „unseriös“ und „schäbig“ bezeichnet er das Verhalten der Kickers kurz vor dem Ende der Wechselfrist gegenüber dem Onlineportal Torgranate Osthessen. „Der Wechsel ist hinter unserem Rücken abgelaufen. so geht man nicht mit kleineren Vereinen, wie wir es nunmal für Offenbach sind, um“. Keßler erwidert: „Das klingt nicht schön für uns, gefällt mir nicht. Aber unsere Sportliche Leitung hat sehr wohl mit Fulda gesprochen, die Verantwortlichen wussten Bescheid.“ Fulda hatte jedoch keine Chance mehr, die entstandene Lücke im Kader zu schließen. Dreifürst sagte aber auch, dass er grundsätzlich glücklich sei, wenn sich einer seiner Spieler für den nächsten Schritt empfehlen kann.

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„Klar, das war zunächst eine schwierige Situation für mich, zumal ich ja auch Kapitän war in Fulda. Aber ich hatte mir fest vorgenommen, dass ich die Bundesliga nochmals angehen würde, falls sich die Chance ergibt. Und ich habe sie wahrgenommen“, sagt Schütz. Im Sommer 2018 war er nach einem Jahr aus dem Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnberg zurückgekehrt in seine Heimat. Nach gutem Auftakt in der Bundesliga der B-Junioren mit einem Treffer am zweiten Spieltag beim 3:2 in Freiburg kam er nur auf zwölf Einsätze. „Die Konkurrenz auf meiner Position war sehr stark. Und dann kam vom FCN mit Blick auf die nächste Saison das Signal, dass es für mich ganz schwierig werden würde. Die Enttäuschung bei mir war riesengroß, aber bevor ich gar nicht mehr klargekommen wäre, der Frust vielleicht auch auf die schulischen Leistungen niedergeschlagen wäre, bin ich den Schritt zurückgegangen. Weg aus Nürnberg, zurück zum alten Verein, an die alte Schule und zu meiner Familie“, berichtet Schütz.

Nach dieser Erfahrung und der anschließend guten Saison in Fulda sieht er sich bei seinem zweiten Versuch in der Junioren-Bundesliga gut gerüstet – auch wenn das Pendeln zwischen Fulda (mit Abiturvorbereitung) und Offenbach viel Zeit in Anspruch nimmt. Schütz hat bei den Kickers zunächst einen Einjahresvertrag unterschrieben, er träumt vom Profifußball, kann sich nach dem Abitur aber auch zunächst ein Jura- oder BWL-Studium vorstellen.

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Quelle: op-online.de

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