Saisonpremieren für Niklas Hecht-Zirpel und Gerrit Gohlke

Sonderlob für Nebendarsteller der Kickers

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Spielpremiere. Gerrit Gohlke kam gegen Freiburg zu seinem ersten Saisoneinsatz.

Beim 2:0-Erfolg gegen den SC Freiburg II holten sich zwei Akteure ein Sonderlob ab, die beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach bislang selten im Rampenlicht standen. Und zwar zurecht, schließlich durften sich Niklas Hecht-Zirpel (erstes Saisontor) und Gerrit Gohlke (erster Punktspieleinsatz der Saison) über persönliche Premieren freuen.

Offenbach – „Schön war das Tor nicht“, witzelte Niklas Hecht-Zirpel. Der 25-Jährige hatte seinen Fuß in eine durch Freund und Feind vorbeirauschende Flanke gehalten und präzise ins linke Eck des Freiburger Tores zur 2:0-Führung getroffen. Nach seinem ersten Punktspieltor seit dem 3. Oktober 2017 (4:3 in Walldorf) war die Erleichterung groß. „Wer Fußball spielt, will natürlich gerne Tore schießen“, räumt der technisch so beschlagene Angreifer ein, um pflichtbewusst zu ergänzen: „Wichtig aber ist nur der Erfolg der Mannschaft.“

Für den 2017 vom damaligen Absteiger FC Nöttingen gekommenen Badener lief es diese Saison noch gar nicht rund. Nur zweimal stand er in der Startelf, dazu kamen zehn Einwechslungen.

Doch seit der Winterpause geht es bei ihm bergauf, was auch an seiner körperlichen Verfassung liegt. „Er ist vom Fitnessstand mittlerweile viel weiter als noch vergangenen Sommer“, lobt Trainer Daniel Steuernagel den Offensivspieler, der gegen Freiburg als zweite Spitze neben Jake Hirst agierte – und neben seinem Treffer auch mit großer Lauf- und Einsatzbereitschaft gefiel.

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„Seit der Winterpause geht es aufwärts“, zeigt sich Hecht-Zirpel, der bis Juni 2020 in Offenbach unter Vertrag steht, nach komplett absolvierter Vorbereitung erleichtert. Schon bei der 0:2-Niederlage im Derby beim FSV Frankfurt gehörte er als umtriebiger Joker zu den wenigen positiven Erscheinungen im OFC-Team, holte zudem den Elfmeter raus, den dann aber Serkan Firat verschoss.

„Es freut mich für ihn“, sagt Steuernagel nach dem 2:0 gegen Freiburg: „Niklas hat gut gearbeitet und sich mit dem Tor belohnt.“ Und sich damit für weitere Startelfeinsätze beworben.

Bilder: OFC siegt gegen den SC Freiburg II

Ein Sonderlob hatte der Trainer auch für Gerrit Gohlke parat, der in der 54. Minute zu seinem ersten Punktspieleinsatz in dieser Saison und zum zweiten in der Regionalliga überhaupt kam. „Riesenkompliment, er hat keinen Fehler gemacht“, lobt Steuernagel den 20-Jährigen, der in dieser Saison so oft vom Pech verfolgt war.

In der Sommervorbereitung zog sich der Jung-Profi, der gerade erst einen Vertrag bis 2020 unterschrieben hatte, im ersten Training einen Bänderriss zu. Nach einer langen Pause arbeitete er sich mühsam wieder ran, ohne allerdings zu einem Einsatz zu kommen.

OFC-Zeugnis gegen SC Freiburg II

Und dann hatte er in der Winterpause gleich wieder Pech. Im Vorbereitungsspiel gegen die Sportfreunde Siegen zog sich der 1,92 Zentimeter große Innenverteidiger nach einem heftigen Zusammenprall eine Gehirnerschütterung zu. Doch auch das Malheur verarbeitete Gohlke – und durfte sich nun über sein gelungenes Heimdebüt freuen. Seinen Einstand in der Regionalliga hatte er noch als U19-Spieler am 12. Mai 2018 unter Ex-Trainer Oliver Reck beim 5:1 bei Schott Mainz gegeben. „Reingekommen, zu null gespielt und gewonnen - perfekt gelaufen“, freute sich Gohlke, der zuvor lediglich sechsmal im Kader gestanden hatte. Am Sonntag übernahm er nach Albrechts Auswechslung (Steuernagel: „Eine Vorsichtsmaßnahme“) als zentrales Glied der Dreierabwehrkette sofort Verantwortung, auch im Spielaufbau. „Das war top“, lobte Steuernagel den Youngster. Die Leistungen von Hecht-Zirpel und Gohlke sind für Steuernagel auch ein Indiz für die Früchte „harter Arbeit“: „Das zeigt, welches Niveau wir mittlerweile im Training haben.“

Von Jörg Moll

Das Spiel Kickers Offenbach gegen SC Freiburg II in der Videozusammenfassung

Quelle: op-online.de

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