Fallrückzieher und Premiere

Kickers Offenbach: Traumtor als Dosenöffner gegen Astoria Walldorf

Die Entscheidung: Rafael Garcia (Mitte) staubt zum 2:0 ab. Es war das erste Pflichtspieltor für den OFC-Zugang.
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Die Entscheidung: Rafael Garcia (Mitte) staubt zum 2:0 ab. Es war das erste Pflichtspieltor für den OFC-Zugang.

Der OFC klettert mit einem Sieg gegen Astoria Walldorf auf Platz fünf der Regionalliga Südwest. Ein Ärgernis trübt den Erfolg allerdings.

Offenbach – Die Offenbacher Kickers sind mit einem souveränen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Astoria Walldorf auf Platz fünf der Fußball-Regionalliga Südwest geklettert. Der Dosenöffner beim hochverdienten Erfolg war ein Traumtor von Torjäger Dejan Bozic, der per Fallrückzieher zum 1:0 traf. Einziges Ärgernis war die Gelb-Rote Karte von Rechtsverteidiger Maik Vetter (79.)

Die Kickers haben damit die erste Englische Woche dieser Spielzeit mit sieben Punkten beendet. „Es war ein verdienter Sieg, wir haben 90 Minuten lang nichts zugelassen und hätten mehr Tore schießen können“, sagte OFC-Trainer Sreto Ristic.

Kickers Offenbach: Traumtor zum 1:0 gegen Walldorf

Die Verbesserung der Chancenverwertung hatte Ristic zuletzt als Schwerpunkt der Trainingsarbeit auserkoren. „Ich bin zuversichtlich, dass es in kürzester Zeit wieder besser funktionieren wird“, hatte der frühere Stürmer gesagt. Gegen Astoria Walldorf arbeitete seine Mannschaft zunächst mit einigem Nachdruck daran, die Ausbeute von sechs Saisontoren in sechs Partien aufzubessern. Tunay Deniz hatte früh zwei Chancen, erst verstolperte er beim Torschuss, danach köpfte er drüber (7.), in der 30. Minute zimmerte er einen Freistoß aus 18 Metern ans Lattenkreuz.

Fünf Minuten später war es soweit, der OFC ging gegen harmlose Gäste verdientermaßen in Führung – und was war das für ein schönes Tor! Nach einer Ecke von rechts lag Dejan Bozic in der Luft und traf per Fallrückzieher ins linke Eck. Ein Traumtor, das fünfte des Mittelstürmers im siebten Spiel. „Ich habe in dieser Szene an nichts gedacht, das war vielleicht auch gut so“, sagte der Angreifer lächelnd. Auch sein Trainer schnalzte mit der Zunge: „Ein super Tor, das man so selten sieht, vor allem bei einem Spieler, der fast zwei Meter groß ist.“ Naturgemäß weniger glücklich war Gästetrainer Matthias Born: „Wenn du am Fünfmeterraum zum Fallrückzieher ansetzt ohne Gegenspieler, ist das natürlich schlecht verteidigt.“

Ristic hatte das Team gegenüber dem 0:0 bei Hessen Kassel auf zwei Positionen verändert. Für den gelb-rot-gesperrten Osarenren Okungbowa brachte er Rafael Garcia. Für Lucas Hermes (Bank) begann Elia Soriano als zweite Spitze im 4-4-2 mit Tunay Deniz und Denis Huseinbasic in der Mittelfeldzentrale. „Sie haben das sehr gut gemacht“, lobte Ristic. Deniz suchte immer wieder den öffnenden Pass und tauchte selbst gefährlich vor dem Tor auf. „Es ist schade, dass er sich nicht belohnt hat“, meinte Ristic.

Kickers Offenbach: Klar Chef im Ring – doch zweiter Platzverweis in Folge

Die Kickers blieben auch in der Folge klar Chef im Ring. Kurz vor der Pause hätte beinahe Elia Soriano erstmals in dieser Spielzeit getroffen, sein Schuss nach Flanke des agilen Davud Tuma ging aber knapp am rechten Winkel vorbei. Auch nach dem Wechsel blieben die Kickers, die auch ihr siebtes Heimspiel in der Regionalliga gegen Walldorf gewannen, klar am Drücker.

In der 56. Minute gelang schließlich Rafael Garcia mit einem Abstauber aus kurzer Distanz die Vorentscheidung. „Es tut gut, mal zu treffen“, sagte der Zugang von Waldhof Mannheim. Vorrausgegangen war ein abgewehrter Schuss von Elia Soriano, dem trotz guter Gelegenheiten in Durchgang zwei ein Erfolgserlebnis nicht vergönnt war. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte OFC-Coach Ristic dennoch mit Blick auf die gewünschte effizientere Chancenverwertung.

Weniger glücklich war er über den zweiten Platzverweis in Folge. „Ich habe das zweite Foul nicht also so gravierend angesehen“, ärgerte er sich über Vetters Zweikampf an der Außenlinie in der gegnerischen Hälfte. „Wir haben derzeit mit einigen Schiedsrichterentscheidungen zu kämpfen.“ In Gefahr geriet der Erfolg aber auch in Unterzahl nicht mehr. Was auch daran lag, dass die Gäste, die 93 Minuten lang ohne echte Chance blieben, sich längst aufgegeben hatten.

Von Jörg Moll

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