Hessenpokal

OFC tut sich in Königstein schwer: Zielenieckis Hammer entscheidet

Der Offenbacher Ausgleich: Elsamed Ramaj (rechts) trifft nach Vorarbeit von Florent Bojaj (Mitte) zum 1:1 in Königstein. Der Linksaußen war einer von neun Neuen in der Startformation gegenüber dem 2:0-Sieg beim FSV Frankfurt in der Regionalliga.
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Der Offenbacher Ausgleich: Elsamed Ramaj (rechts) trifft nach Vorarbeit von Florent Bojaj (Mitte) zum 1:1 in Königstein. Der Linksaußen war einer von neun Neuen in der Startformation gegenüber dem 2:0-Sieg beim FSV Frankfurt in der Regionalliga.

Gerade so mit Ach und Krach setzt sich der OFC im Hessenpokal gegen den Außenseiter 1. FC TSG Königstein durch.

Offenbach – Die Offenbacher Kickers stehen im Achtelfinale des Fußball-Hessenpokals. Das ist die erwartbare Nachricht, wenn ein Viertligist bei einem Siebtligisten antritt. Beim überraschend knappen 2:1 (2:1)-Erfolg beim Frankfurter West-Gruppenligisten 1. FC TSG Königstein mühte sich der Regionalligist mehr schlecht als recht über die Runden.

„Wir wollen eine Runde weiterkommen, müssen aber eine vernünftige Mischung finden, ohne ein Risiko einzugehen“, hatte OFC-Trainer Sreto Ristic vor der Partie mit Blick auf das Topspiel in der Regionalliga am Sonntag beim FC Homburg gesagt, sich dann aber doch für eine große Rotation entschieden. Neun Veränderungen in der Startelf nahm Ristic im Vergleich zum 2:0-Punktspielsieg beim FSV Frankfurt vor. Lediglich Serkan Firat und Abwehrchef Sebastian Zieleniecki, der sogar die Kapitänsbinde überstreifte, waren von Beginn an dabei. Auf der Bank saßen in Kapitän Stephan Flauder, Jayson Breitenbach, Mathias Fetsch, Dejan Bozic und Ronny Marcos fünf weitere arrivierte Kräfte, in Elion Mahmuti und Benedikt von Hagen aber auch zwei U19-Junioren. Rafael Garcia, Tunay Deniz, Denis Huseinbasic (allesamt leicht ancgeschlagen) und Maik Vetter wurden komplett geschont.

Für den OFC geht es gegen Königstein „nur ums Weiterkommen“

„Für uns ging es nur ums Weiterkommen“, resümierte Ristic nach dem Spiel: „Über die Art und Weise kann man sicher diskutieren.“ Die Taunusstädter begannen vor 800 Zuschauern auf ihrem kleinen Kunstrasen frech - und gingen mit dem ersten Angriff in Führung. Finn Patrick Doehla köpfte nach einer Ecke ein (2.). Ristic hatte schon da registrieren müssen, dass es an der Abstimmung bei der neuformierten Mannschaft hakte. Und die Kickers hatten weiter Mühe gegen den Tabellensechsten der Gruppenliga Frankfurt West. In der zehnten Minute setzte der beste Offenbacher, Aushilfskapitän Zieleniecki, einen Kopfball aufs Tornetz. Eine Kombination über Florent Bojaj, der Elsamed Ramaj links freispielte, brachte den Ausgleich (30.).

Zwei Minuten später hätte Königstein wieder führen müssen, als Flauder-Vertreter David Richter im OFC-Tor einen katastrophalen Pass in die Füße von Zino Zampach spielte, der aber aus vier Metern nur die Latte traf. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit drehte Zieleniecki mit einem 30-Meter-Hammer die Partie. Es war die sehenswerteste Aktion des OFC - und die glückliche Führung für den Favoriten zu diesem Zeitpunkt. In Halbzeit zwei behielt der OFC zwar weitgehend die Kontrolle über das Geschehen, wurde aber so selten zwingend, dass die Taunusstädter bis zur letzten Minute auf die Überraschung hoffen durften.

Kickers Offenbach: Richter - Moreno Giesel (89. Breitenbach), Zieleniecki, Zengin, Tuma - Andacic - Stark (63. Bozic), Firat (71. Fetsch), Bojaj, Ramaj - Hermes

Schiedsrichter: Stöhr (Niedernhausen) - Zuschauer: 800 - Tore: 1:0 Doehla (2.), 1:1 Ramaj (30.), 1:2 Zieleniecki (45.+1) - Gelbe Karten: Zampach, Cayli, Zacharidis, Rudolph / Zieleniecki, Tuma Ramaj

Von Jörg Moll

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