17-jähriger Torhüter „vernagelt“ Tor

Adanir bringt Hanauer wieder in die Spur

+
Der erst 17 Jahre alte Can Adanir hat das Tor der HSG Hanau geradezu zugenagelt und sein Team damit zum Derbysieg gegen den TV Gelnhausen geführt.

Hanau - „Das war nicht schön, sondern ein vom Kampf geprägtes Kellerderby“, meinte Patrick Beer, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Hanau, nach dem 25:22 (12:11)-Derbysieg gegen den TV Gelnhausen, mit dem die Hanauer mit nun 12:18 Punkten als Zehnter erstmals vor dem Rivalen aus dem Nachbarkreis kletterten.

Und es ging vor knapp 1000 Zuschauern gleich richtig mit Volldampf los. Gelnhausen ging mit 2:0 in Führung, Hanau antwortete mit einem 6:0-Lauf. Mit Gelnhausens Björn Pape (5., Foul mit anschließener Rudelbildung) und Hanaus Marc Strohl nach einer Unsportlichkeit (12.) flogen früh gleich zwei tragende Figuren mit der Roten Karte vom Parkett. „Das war schon ganz schön hart, wir mussten unsere Abwehr umstellen, zudem hatte Marc zu diesem Zeitpunkt schon drei Tore erzielte“, sagte Beer. Obwohl die Hanauer zunächst mit 6:7 in Rückstand gerieten, verkrafteten sie ihren Ausfall letztlich besser.

Entscheidend für den Hanauer Erfolg war die Phase nach der Pause. Zwar glich Gelnhausen zunächst zum 12:12 aus, dann aber vernagelte der junge HSG-Torhüters Can Adanir das Tor der Hausherren regelrecht, nachdem der 17-Jährige den etwas glücklos agierenden Kapitän Sebastian Schermuly zwischen den Pfosten ersetzt hatte. Dank seiner Paraden zogen die Hanauer auf 16:12 davon. Von diesem Vorsprung zehrten die Hanauer bis zum Schlusspfiff. Zwar kämpften sich die Barbarossastädter nochmals heran und verkürzten den Rückstand beim 23:22 sieben Minuten vor Spielende auf ein Tor, doch mit zwei verwandelten Siebenmetern machte Hanaus Björn Christoffel schließlich alles klar.

„Das war Abstiegskampf pur und den haben wir angenommen. Kämpferisch war das höchstes Niveau“, zeigte sich Patrick Beer zufrieden und sprach von einem verdienten Sieg seiner Mannen. Bereits am Mittwoch steht nun das Rückrundenspiel in Nieder-Roden an, die Hanauer sehen sich deutlich besser gerüstet als bei der 24:30-Niederlage vor zwei Monaten. Denn der von Trainer Beer geforderte Lauf ist inzwischen vorhanden: Aus den vergangenen fünf Partien holten die Grimmstädter zwei Siege, zwei Unentschieden, verloren lediglich in Burgdorf mit 28:31. Darauf will der Aufsteiger weiter aufbauen.

Spielfilm: 0:2 (3.), 6:2 (15.), 6:7 (23.), 9:7 (27.), 12:11 - 12:12 (32.), 16:12 (35.), 22:17 (45.), 22:20 (49.), 23:22 (53.), 25:22

Zeitstrafen: 1:5 - 4/5 - 3/3 - Rote Karte: Pape (5./Gelnhausen, Rudelbildung), Strohl (30./Hanau, Unsportlichkeit)

HSG Hanau: Schermuly, Adanir; Yazdi (n.e.), Strohl (3), Werner (3), Appel, Siegmund, Bergold (3), Brüggemann (1), Pillmann (7), Best (n.e.), Geist (2), Christoffel (4/4), Ruppert (2)

leo

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare