Primus muss bei TS kämpferisch zulegen

Verbandsliga Süd: Alles Kopfsache beim FC Hanau 93

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Im Hinspiel setzte sich Spitzenreiter Hanau 93 mit 2:0 gegen die TS Ober-Roden durch. Hier köpft der Ober-Rodener Tim Schöppner (rechts) den Ball in Richtung 93-Kapitän Kahraman Damar.

Offenbach – Am ersten Punktrundenspieltag des Jahres in der Fußball-Verbandsliga Süd steht gleich zweimal der Vergleich zwischen Ober-Roden und Hanau an.

Die 93er führen mit acht Punkten Vorsprung die Tabelle an, für Stadtrivale 1960 wird es schwer, nochmals ins Titelrennen einzugreifen. Dagegen ist Viktoria Urberach spielfrei und absolviert am Samstag (13 Uhr) ein Testspiel gegen den Darmstädter Kreisoberligisten 1. FCA Darmstadt.

TS Ober-Roden – FC Hanau 93 (Sa., 14 Uhr)

„Hanau ist klarer Favorit. Die wollen hoch und müssen das auch zeigen“, sagt Ober-Rodens Trainer Bastian Neumann, der eine spielstarke Truppe erwartet, „die die Fehler abgestellt hat, die sie am Ende den vergangenen Jahres gemacht hat.“ Die eigene Vorbereitung bezeichnet Neumann als „hervorragend. Wir hatten viel Belastung mit wenig Personal.“ Moritz Schlögl (nach Kreuzbandriss), Thomas Barowski (Meniskus-OP im November) fehlen weiterhin, Turgay Barak gehört wieder dem Kader an, ist aber noch nicht bei 100 Prozent.

Torjäger Tim Kalzu (Knochenstauchung im Knöchel) fällt noch mindestens zwei Wochen aus. „Wir wissen die Vorbereitung einzuschätzen. Die im Sommer war sensationell und dann haben wir aus den ersten drei Punktspielen nur einen Punkt geholt“, blickt Neumann zurück, „wir wollen nun gleich zu Beginn punkten, auch wenn uns gegen Hanau eine schwere Aufgabe erwartet.“

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Dagegen zeigt sich Hanaus Spielertrainer Christoph Prümm mit der Vorbereitung „nicht so wirklich zufrieden. Es waren schwierige Bedingungen, weil wir viele kranke Spieler hatten.“ Mittlerweile sind bis auf Elmir Sekeric (grippaler Infekt), Patrick Gischewski (Lauftraining nach Leistenproblemen) und Prümm selbst (Rückenschmerzen) alle Spieler wieder dabei, der Fitnesszustand ist allerdings auf unterschiedlichem Niveau.

„Wir brauchen noch einige Punkte, zur Meisterschaft gehören 32 Spieltage und nicht die 21, die wir bisher absolviert haben. Die Einstellung muss zu 100 Prozent stimmen.“ Und das fordert Prümm von der Mannschaft auch gegen Ober-Roden. „Gerade jetzt erwarten uns Plätze, die uns als fußballerisch starker Mannschaft nicht so viel Spaß machen. Wir müssen zeigen, dass wir auch kämpferisch zu den Topteams der Liga gehören. Das ist alles eine Kopfsache“, meint Prümm.

SC 1960 Hanau – Germania Ober-Roden (So., 14.30 Uhr)

Die Germania gilt nicht gerade als Lieblingsgegner der Hanauer: In der vergangenen Saison kassierten die 60er gegen den damaligen Aufsteiger auf eigenem Gelände eine 0:7-Klatsche. Und auch im Hinrundenspiel der aktuellen Runde lieferten sich beide einen spannenden Kampf, den die Hanauer am Ende mit 3:2 knapp zu ihren Gunsten entschieden.

„Ober-Roden hat eine extrem hohe Qualität“ warnt Hanaus Trainer Raduan Belaajel vor dem Tabellenfünften, der nur vier Punkte Rückstand auf die 60er aufweist und mit einem Sieg im Kampf um Platz zwei wieder kräftig mitmischen würde. „Wir müssen die Räume eng machen, damit Ober-Roden erst gar nicht in sein gefährliches Umschaltspiel kommt“, sagt Belaajel.

Bei Ober-Roden tat sich im Winter nur wenig, in Vassilios Porporis (zum Hessenligisten FC Eddersheim) verließ nur ein Spieler den Verein, Neuzugänge vermeldeten die Blau-Schwarzen keine. Die Germanen sehen sich gut aufgestellt und wollen in der zweiten Saisonhälfte eine ähnlich gute Rolle spielen, wie in den vergangenen eineinhalb Jahren in der Verbandsliga Süd. (leo)

Quelle: op-online.de

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