Angriffsmisere hält weiter an

Dieburg (jd) ‐ „Unsere Angriffsmisere nimmt immer bedenklichere Ausmaße an“, verdeutlichte Manfred Kähler in seinem Bericht zum Spiel der Grün-Weißen am Sonntag in Klein-Umstadt. Mit 0:2 verlor der SV DJK Viktoria Dieburg und erzielte wie schon in Semd keinen Treffer.

In anderen Spitzenspielen – beim 0:1 gegen die FSV Münster und beim 0:2 bei der SG Mosbach/Radheim – sah es ebenso aus. Ausschließlich eine gute Abwehr ist zu wenig für den erhofften Aufstieg. Noch immer hat die DJK die wenigsten Gegentreffer der Liga gefangen – doch was nutzt das schon? Platz eins ist inzwischen acht Punkte entfernt, Platz zwei sieben. Tabellenführer ist Klein-Umstadt – mit zwei Siegen wäre aktuell Platz drei erreicht, mit nur einem Zähler hinter dem Ersten. Erfolge im Fußball haben aber nichts mit dem Konjunktiv zu tun, sondern mit tatsächlich erzielten Toren. Und von denen gab es am Sonntag eben keine für die Dieburger.

In den Augen von DJK-Sprecher Adi Besic war die Viktoria auf fremdem Platz in Halbzeit eins die bessere Mannschaft, hatte auch 3:1 Torchancen. Dass Max Sutterlüti in den Angriff wechseln musste, verdeutlicht das Fehlen der Stürmer: Max Hombach stand ebenso wenig zur Verfügung wie Neuzugang Christoph Hofmann. Michael Franz, der als Allrounder auch schon in der Spitze eingesetzt wurde, wird wohl noch bis zur Winterpause verletzt sein. „Hinten hatten wir keine Probleme, was nach vorne kam, konnten wir aber nicht verwerten“, resümierte Besic den ersten Abschnitt.

„Klein-Umstadt wird nicht da oben bleiben“

Die zweite Halbzeit begann denkbar ungünstig: Nach einer Flanke traf Klein-Umstadt zum 1:0 (46. Spielminute). Im Anschluss rannte die DJK an und hatte zumindest in einer Situation schlicht großes Pech: Nach einem Pass von Daniel Hansen traf Sebastian Memminger den Innenpfosten (55.). Da Durchschlagskraft wie Glück fehlten, war die Torlosigkeit des B-Ligisten am Ende gar nicht einmal überraschend. Klein-Umstadt erhöhte nach einem Eckball in der Schlussminute sogar noch auf 2:0.

Nach dem Spielerischen war das nicht verdient“, meinte Besic und sagte voraus: „Klein-Umstadt wird nicht da oben bleiben.“ Allerdings: Klein-Umstadt punktet, die DJK nicht, zudem patzte wieder ein Konkurrent (FSV Münster). Es ist eine Binsenweisheit: Nach dem Wie eines Spiels fragt am Ende der Runde niemand mehr. Dann geht es nur um Zählbares.

Die Aufstellung des SV DJK Viktoria: Christian Hüttenberger – Martin Schwibs, Markus Mann, Steffen Enders, Tim Beilstein – Marian Starosta, Sebastian Memminger, Daniel Hansen, Stanislav Schreider, Sascha Vischer – Max Sutterlüti (Lars Rosengren, Peter Hansel)

Parallelität der Ereignisse bei der zweiten DJK-Mannschaft: Die trat in der D-Liga ebenfalls bei einem Spitzenteam an und blieb trotz vieler Chancen torlos – 0:4 hieß es für das Team von Martin Knapp nach 90 Minuten beim TSV Harreshausen II. In der Hinrunde hatte die DJK gegen diese Mannschaft noch gewonnen – damals war Harreshausen personell aber ganz anders und wesentlich schwächer besetzt.

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