Handball-Landesliga der Frauen: Nach 26:28 im Derby gegen Dietzenbach Letzter / Dieburg/Groß-Zimmern bleibt trotz Remis in Egelsbach Erster

Aufholjagd der SU Mühlheim nicht belohnt

Offenbach (muth) ‐ Am dritten Spieltag der Handball-Landesliga der Frauen musste sich die FSG Dieburg/Groß-Zimmern im Derby bei der SG Egelsbach mit einem Unentschieden begnügen, bleibt aber Tabellenerster. Dagegen rutschte die SU Mühlheim nach der 26:28-Derbyniederlage gegen die HSG Dietzenbach auf den letzen Platz ab. Der TSV Klein-Auheim erkämpfte sich mit dem 32:16 gegen die HSG Maintal neues Selbstvertrauen.

HSG Aschaffenburg 08 – TG Hainhausen 30:21 (16:7). Die Partie war bis zum 4:4 ausgeglichen, danach setzte sich Aschaffenburg bis zur Halbzeit vorentscheidend ab. Der Grund dafür waren zahlreiche technische Fehler und eine schlechte Chancenauswertung der TGH. Einen noch höheren Rückstand verhinderte TGH-Torhüterin Silke Neumann. „Die zweite Hälfte fing wieder gut an, aber meine Mannschaft machte im Angriff und in der Abwehr zu viele Fehler“, sagte TGH-Trainerin Dagmar Pokojewski.

Spielfilm: 4:4, 8:5, 14:6, 16:7 - 22:13, 26:17, 30:21

7m:4/2 (TGH)- Zeitstrafen: 4/2 – Rot:Lindner (Hainhausen, Foulspiel)

TGH: Neumann; Lindner, Hartung (3), Stresow (3), Wolf (3/1), Bindemann (1), Zielinski, Ebert (5/1), Sarah Severin (4), Silke Severin, Kohlstedde (2), Zimmer

SG Egelsbach – FSG Dieburg/Groß-Zimmern 19:19 (9:8). Dass Egelsbach vor der Partie Letzter und Dieburg Erster war, machte sich nicht bemerkbar. Die SGE verkaufte sich streckenweise sehr gut, lag anfangs sogar kurz in Führung. Dieburg wirkte im Angriff überraschend ängstlich und schaffte erst kurz vor Schluss den Ausgleich, weil die SGE in der Abwehr ungeschickt spielte. „Das Unentschieden ist ein faires Ergebnis. Egelsbach hat wirklich gut gekämpft“, sagte FSG-Trainer Gerhard Heberer und lobte Torhüterin Denise Lopes, die den Ausfall von Tamara Konscholki (verletzt) kompensierte. Sein Gegenüber Edis Hodzic sagte: „Um bessere Ergebnisse zu erzielen, müssen wir das Spiel im Angriff auf mehrere Schultern verteilen.“

Spielfilm: 4:4, 7:7, 9:8 – 13:11, 15:15, 17:17, 19:18, 19:19

Zeitstrafen: 4/6 – 7m: 6/4 – 5/5

SG Egelsbach (Tore): Schwing (10/4), Thiel (7), Hergert (1), Hasche (1)

FSG Dieburg/Groß-Zimmern:Konscholki, Lopes; Lamberty (1), Ostner, Aloe-Rudolph, Schott (5/3), Puknus (7/3), Raab, Wiedekind (1), Würtenberger (1), Amann (2), Steinmetz (2), Kessler, Sauerwein (2)

SU Mühlheim – HSG Dietzenbach 26:28 (10:12). Die SUM glich fast einen zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Rückstand aus, stand am Ende aber mit leeren Händen da. „Das Spiel wurde in den ersten 45 Minuten verloren, als meine Mannschaft eine eher mäßige Leistung bot“, sagte SUM-Trainer Stefan Böttcher. Dietzenbach spielte so, wie es sich die Mühlheimerinnen eigentlich vorgenommen hatten: druckvoll, mit Tempo und einfachen Toren. Weil sich Mühlheim aber nie aufgab, bot das Spiel in den letzten vier Minuten alles, was das Handballherz begehrt: Spannung, Dramatik, aber auch Enttäuschung – auf Seiten der Gastgeber. „In dieser Phase merkte man, was für ein Potenzial in dieser Mannschaft steckt“, lobte HSG-Trainer Gregor Wade.

Spielfilm: 1:0, 3:2, 8:8, 10:10, 10:12 – 13:16, 14:23, 16:25, 19:26, 26:28

Zeitstrafen: 8/6 – Rot: Ebert (Mühlheim, 34., Foul beim Tempogegenstoß) – 7m: 7/5 – 7/6

SU Mühlheim: Proske, Fleischacker, Winkler; Muthig (1), Haus (9/5), A. Eichhorn (3), Ebert (1), Jöckel, V. Eichhorn (5), Böttcher, Schultheiß (1), Baltzer, Steinmetz (5), Schmidt (1)

HSG Dietzenbach: Holzmann, S. Lehr; Lang (9/3), Albert (3), Rotter (8/2), Gaußmann, Roth (3), Stadter (2), Urban (2), Becker, K. Lehr (1), Levy

TSV Klein-Auheim – HSG Maintal 32:16 (15:5). Zuletzt hatte TSV-Trainerin Silvia Löhr immer wieder die mäßige Leistung ihrer Mannschaft in der Abwehr kritisiert. Gegen die HSG Maintal setzten die Klein-Auheimerinnen nun erstmals Löhrs Vorgaben um und verunsicherten mit einer kompakten Deckung die Gegnerinnen. Maintal kam im Angriff kaum zum Zug und wirkte ideenlos. „Das war das erste Spiel, in dem wir gezeigt haben, was wir können. Diese Leistung müssen wir als Grundstein für die ganze Saison nehmen“, freut sich Löhr. Auch die Umstellungen des TSV zu Beginn der zweiten Halbzeit änderten nichts am eindeutigen Spielverlauf.

Spielfilm: 8:1, 12:2, 15:5 – 20:8, 24:14, 32:16

Zeitstrafen: 3/4 – 7m: 6/5 – 6/3

TSV Klein-Auheim: Scholl, Vogel; Zitting (4/1), Kaschky, Balkan (2), Bauer (4/2), Ziemann (6), Goetzki (1), Grosser (5), Ricker (1), Reichl (3), Groh (3), Burkard (3)

HSG Fürth/Krumbach – HSG Langen 28:27 (14:11).Die HSG Langen zeigte sich von einer ungewohnten Seite. „Im ganzen Spiel fand meine Mannschaft keine vernünftigen Mittel, den Gegner aufzuhalten“, ärgert sich der Langener Trainer Ralf Kern. 27 Tore im Angriff sollten normalerweise für einen Sieg reichen, aber die schwache Abwehr der Langenerinnen ließ Fürth immer wieder zu schnellen Toren kommen. Kern bemängelte insbesondere die Chancenauswertung. Zehn Minuten vor Schluss erzielte Langen zwar noch einmal den Ausgleich, am Ende fehlte jedoch der Siegeswille, so dass man mit einer knappen Niederlage nach Hause fuhr.

Spielfilm: 6:4, 11:8, 14:11 – 22:18, 25:25, 28:27

Zeitstrafen: 5/2 – 7m: 4/2 – 3/3

HSG Langen: Schupp; L. Fouta (1), Schindel (1), Werwitzke (12/2), Müller (1), Eichler (4), Aitotoglou (3), Eckert (2), J. Fouta, Wannemacher (3/1), Vikari

Quelle: op-online.de

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