Fußball-Kreisliga A Offenbach

Aufschwung beim SV Zellhausen ist eng mit Toni Llorente verbunden

Toni Llorente, noch im Trikot der SG Rodgau Nord, seit Sommer 2020 beim SV Zellhausen,
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Toni Llorente, noch im Trikot der SG Rodgau Nord, seit Sommer 2020 beim SV Zellhausen,

Nach acht Jahren als Spieler und Spielausschuss in Hainhausen wollte Toni Llorente im Herbst seine Fußballer-Karriere „noch mal etwas anderes machen“. Der 31-Jährige wechselte zum SV Zellhausen und schwang sich dort schnell zum Führungsspieler auf.

Zellhausen – „So habe ich mehr Zeit für den Nachwuchs“, schmunzelt Toni Llorente, Stürmer beim Fußball-A2-Ligisten SV Zellhausen. Kürzlich wurde er zum zweiten Mal Vater, der zweite Corona-Lockdown und die damit verbundene Spielpause kommt ihm also nicht ungelegen. Denn mehr als ein wenig Joggen ist in sportlicher Hinsicht derzeit ohnehin nicht möglich.

Dabei war es gerade sehr gut gelaufen - für den SV Zellhausen, aber auch für Toni Llorente. Nach acht Jahren als Spieler und Spielausschuss in Hainhausen (zunächst beim SKV, dann bei der SG und zuletzt bei der SG Rodgau Nord) suchte der Offensivspieler, der in der Jugend in Hainhausen sowie beim SV und der TGS Jügesheim spielte, nochmals eine neue Herausforderung. „Das war nicht einfach, ich hatte in Hainhausen viele Freunde, wir haben hier einiges aufgebaut“, sagt er. Doch als 31-jähriger Familienvater im Herbst seiner Fußballer-Karriere angekommen, „wollte ich noch mal etwas anderes machen“, erklärt Llorente seinen Schritt.

Nach reiflicher Überlegung („Ich habe mich sehr lange beschäftigt, wohin ich wechseln soll“) entschied er sich letztlich für den SV Zellhausen. „Wir hatten vor einigen Jahren schon einmal Kontakt“, sagt Llorente über den Sportverein, den er „sehr gut aufgestellt“ sieht - sowohl im Vorstand als auch im Umfeld. Viele helfende Hände tragen zum jüngsten Aufschwung bei. „Der Verein hat eine gute Philosophie, holt nicht wahllos Spieler, die Neuen müssen passen. Das hat alles Hand und Fuß“, erklärt Llorente, „ich kannte nur zwei, drei Spieler, aber die Jungs sind top und haben es mir leicht gemacht.“ Und auch Trainer Gregor Galla, ehemaliger Verbandsliga-Spieler der Sportfreunde Seligenstadt, war einer der Gründe für seinen Wechsel in den Mainhausener Stadtteil: „Er ist ein sehr guter Trainer, der jede Einheit auf ein sehr gutes Niveau hebt. Er ist maßgeblich daran beteiligt, dass wir da stehen, wo wir jetzt sind“, lobt der Angreifer.

Nämlich auf Platz eins der Kreisliga A Offenbach Gruppe 2, ungeschlagen mit fünf Siegen und einem Unentschieden. Bereits in den vergangenen Jahren mischte der SV Zellhausen, einst sogar Gruppenligist, in der Spitzengruppe mit, belegte zuletzt einen dritten Platz und wurde zweimal Vierter. Trainer Galla sagt: „Bei uns läuft alles über das Kollektiv, der Kader ist größer geworden und die Jungs puschen sich gegenseitig. Alle Neuen, die dazu gekommen sind, leisten super Arbeit und sind Stammspieler.“ Toni Llorente hebt sich in seinen Augen noch etwas von den übrigen Spielern ab: „Er hat sich super integriert, bringt jede Woche sehr gute Leistungen und hat klasse Qualitäten - als Spieler, aber auch als Mensch.“

Dank seiner Erfahrung schwang sich der Offensivspieler, der entweder im Angriff oder hinter den Spitzen agiert, schnell zum Führungsspieler auf. Obwohl das bei seiner Verpflichtung noch gar keine Rolle spielte. „Das hat sich in der Vorbereitung und im Trainingslager so ergeben“, sagt Llorente, der hinter André Rückert und Robert Perezki Kapitän Nummer drei ist.

Dass es für den SVZ derart gut laufen würde, hatte er schon erwartet, nachdem die Mannschaft in der Vergangenheit immer oben mitmischte. „Mein Ziel ist immer, Erster zu werden“, sagt er und freut sich auf die Fortsetzung der Punktrunde. Und bis dahin hat er viel Zeit, sich verstärkt um seinen Nachwuchs zu kümmern.

Von Patrick Leonhardt

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